#12von12 – Unser 12. März 2016 in Bildern

Aktuell befinden wir uns wegen dem heimtückischen und fiesen RS-Virus auf der Intensivstation einer Kinderklinik. Da wir dieses mal nicht die Uniklinik gewählt haben, konnte ich als Begleitperson aufgenommen werden und schlafe nun auf dem Mamabett in Elfchens Zimmer. Dank Isolation leben wir im 3 Sterne Luxus Einzelappartment mit eigenem Bad, Fernseher, Tisch, Stühlen und W-Lan. Mega, oder?
Und da unser Elf in seinem Bettchen ohne Ende weint (eher ein kraftloses Babykatzenjaulen) & dann erst recht schlecht sättigt, schläft er auch hier im Krankenhaus in meinem Armen, ohne dass jemand etwas dagegen haben könnte. Hach <3

In der Nacht stieg sein Sauerstoffbedarf stetig an und ich schrieb 2x besorgt unserer neuen Schwester vom bunten Kreis. Um 4 Uhr morgens versicherte sie mir, dass sie mich im Laufe des Tages anrufen wird und so versuchte ich erst mal noch ein wenig zu schlafen. Denn Schlaf wird definitiv überbewertet, wenn das Kind alle 3 Stunden inhalieren muss.

Da diese Milch die aktuellen Vormittagsmedikamemte unseres Elfen enthält, muss er sie leider zu sich nehmen, ob er will oder nicht. Möchte er gleich also mal wieder nicht trinken, müsste ich sie ihm auf jeden Fall sondieren…
Enthalten ist/sind Coffeincitrat, Cortison, ein Medikament für die Lunge, Vigantoletten, Sab Simplex und (nicht in der Flasche) Eisentropfen.
Gleich dürfte auch die Visite kommen, dann sortiere ich die Sachen, die mir gestern mitgebracht wurden und warte auf klein Bambi und den Helden, um duschen zu können – so ist der Plan!

Doch da Plan und Realität sich häufig unterscheiden, lief es ein wenig anders.
Zuerst musste der Elf schon wieder inhaliert werden und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich den ganzen Tag kaum etwas anderes tue.
Anschließend habe ich ihn gewaschen, gewickelt und umgezogen, da ich ihn ungern lange Tag & Nacht in der selben Kleidung sehe. Das erinnert immer an stark depressive Phasen, wenn man es tagelang nicht schafft aufzustehen oder sich für den Tag zu richten.

Als das Mittagessen kam, war ich gerade dabei ihn zum schlafen zu bringen und von der Visite war noch nichts in Sicht. Während er dann so schlafend in seinem Bettchen lag, konnte ich schnell das Essen essen, das ich sicherlich nicht bestellt hatte und zum ersten mal ins Bad huschen. Währenddessen wachte er selbstverständlich auf, doch eine der lieben Schwestern kümmerte sich so lange um ihn, bis ich mich fertig gemacht hatte.
Wieder bei mir, beruhigte er sich kurz und wie ich so dabei war, mich von den Stoppeln meiner Beinhaare nerven zu lassen, kam der Arzt mit ein paar Studenten (?) zur Visite zur Tür herein.

Er hörte den Elfen ab und erklärte mir, dass unser Elf nach dieser Infektion immun gegenüber dem RS-Virus sei und er vielleicht noch Schnupfen, oder etwas Husten auslösen wird, aber definitiv nicht mehr in diesem Ausmaß wie jetzt. Obwohl der kleine Zwerg im Verhältnis zu seiner Grundsituation bisher eh mit einem blauen Auge davon kam.
Die restliche Zeit bis zum Besuch unserer Liebsten, verbrachte ich schließlich großteils mit dem jämmerlichen Kind schaukelnd auf dem wirklich bequemen roten Stillstuhl.

Dazwischen musste ich wie jeden Tag regelmäßig abpumpen, um den Elfen weiterhin mit Milch versorgen zu können. Manchmal geht es mir unheimlich auf die Nerven und ich schaue beängstigt auf den vor mir liegenden Tag, doch eigentlich ist es mit 15 Minuten reiner Pumpzeit schnell erledigt. Hier bekomme ich ja sogar saubere Pumpsets und Flaschen und spare somit auch noch Zeit und Arbeit. Dennoch strengt es mich hier mehr an als zu Hause.

Am späääääten Nachmittag kamen dann endlich Bambina und der Held durch die Zimmertür und unser großes Mädchen stürmte direkt freudig auf uns zu. Ganz besonders ihr, zu dem Zeitpunkt wacher, Bruder musste begrüßt werden und da seine Sauerstoffbrille gerade falsch hing, richtete sie den Schlauch wieder gerade. Sie war schon immer ein sehr fürsorglicher Mensch, doch bei ihrem Bruder spürt man es noch mal so richtig. Wie ein kleines verantwortungsbewusstes Mütterchen 🙂

Hach was habe ich mich gefreut sie zu sehen <3

Da er alle 3 Stunden inhalieren muss, war natürlich auch das wieder dran und ich fürchte, dass ich es nicht mehr sehen und hören kann, wenn wir hier raus sind. Inhalieren, pumpen, inhalieren, pumpen, sondieren und immer so weiter…

Eigentlich wollte ich meinen Abend letztendlich noch kreativ ausklingen lassen, bin dann aber doch viel zu schnell vollkommen erschöpft eingeschlafen 😉

7 comments

  1. Deine Kinder sind so süß zusammen anzusehen, wie Klein Bambi mit dem Elfen umgeht…. *seufz* und bevor ich das wieder vergesse: Gute Besserung für den Kleinen und weiterhin ganz viel Kraft!

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