Emotionen, Erinnerungen, Erlebtes

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Heute wird unser kleiner Elf wahrscheinlich vom Perinatalzentrum in der Frauenklinik, auf die Intensivstation in der Kinderklinik verlegt werden. Bald 5 Wochen waren wir nun auf der „Erstaufnahmeintensivstation“, wo die meisten Kinder nur ein paar Tage bleiben. Viele Babys und Eltern haben wir kommen & gehen sehen, die ein oder andere Verlegung direkt mitbekommen und haben uns an das „medizinische Personal“ gewöhnt.
Eigentlich ist es ein toller Schritt, eine Station weiter… Station 1 von 3 lassen wir hinter uns und doch ist mir ganz wehmütig ums Herz. Wochenlang war er der Kleinste, bis heute ist er der Kränkeste im PNZ & die Verlegung findet nicht etwa statt, weil er nun der nächste auf der Liste ist und somit einen Schritt weiter aufsteigt. Nein, eigentlich hätte er noch ein wenig bleiben dürfen, doch in der Kinderklinik sind die Räumlichkeiten für eine Operation einfach besser und die wird er wohl bald schon an seinem Herzchen bekommen.
Die Nachricht kam gestern aus heiterem Himmel und prallte mit voller Wucht in uns hinein. Sorge, Trauer, Angst… von allem etwas und dann noch diese olle Melancholie.

Werfen wir einen Blick zurück, in den Räumen rechts habe ich 48 Stunden verbracht und unter Vollnarkose unseren wundervollen Sohn zur Welt gebracht. Dort habe ich geweint, gelitten, geschlafen und unbeschreibliche Gefühle erlebt. Die liebste Ärztin der Klinik hat sich lange um mich gekümmert, ich habe zum ersten mal offen meine Narben durch die „Welt“ getragen und gelernt zu ihnen zu stehen. Wir haben gehofft, gebangt, waren verzweifelt dem Aufgeben nahe, haben ein auf und ab der Gefühle und die größte Zerrissenheit der Gedanken überstanden. Ja, ich habe ganz offen Schwäche gezeigt, Hilfe angenommen & erlebt was Zusammenhalt bedeutet.
Nebenbei habe ich an mir gezweifelt, mich verurteilt, heimlich weitere Urinproben gestickst, Flashbacks und Panik bekommen und eine Vollnarkose überlebt. Habe den Kreißsaal 12 Stunden nach Geburt verlassen und mich bis heute nicht dem Erlebten gestellt.

Auf dieser Station, habe ich mitbekommen, wie ein Baby vom Kreißsaal ins PNZ gebracht wurde und bei meinem eigenen Kind alles verpasst. Dort habe ich unseren Sohn nach 18 Stunden zum ersten mal gesehen und bin geschwebt vor Glück. So klein, so schön, so wundervoll perfekt.
5 Tage lang habe ich gemotzt, geweint und mich im Internet ausgeheult, weil wir ihn insgesamt 1,5 Stunden sehen durften. Nach 7 Tagen konnte ich 3 Stunden meine Tränen nicht stoppen, wurde von der Leitung aufgesammelt und getröstet. Über 3 Wochen war das Begleitzimmer, das Stillzimmer, der Flur, das Treppenhaus mein zweites zu Hause.
Schwestern & Ärzte kennen mich beim Namen, Hausangestellte können mich meinem Zimmer zuordnen und selbst unter dem Mundschutz werde ich erkannt. Wir haben unzählige Papiere unterschrieben, zwei Transfusionen zugestimmt und mich bei 40 Fieber und beidseitiger Mastitis auf eigene Verantwortung entlassen.

Unzählbar viele Erinnerungen, Emotionen und Erlebnisse später, werden wir die Klinik verlassen und erst mal nicht erneut schwanger betreten.
Als würde ich einen Teil unserer Geschichte zurück lassen, als hätte ich die Chance des Aufarbeitens verpasst. Als würde etwas fehlen, das ich in der Nähe des Kreißsaalbereichs zurück lassen muss. 

[Rückblick] stationäre Aufnahme bei 27+0

Obwohl ich verdammt früh aufgestanden bin, kommen wir viel zu spät von zu Hause los. Klar, Bambina möchte uns nun mal nicht einfach so gehen lassen. Das erste Mal, dass wir getrennt sein werden… zum ersten Mal ist Mama nicht bei ihr, wenn sie schlafen geht… überhaupt ist es einfach doof, denn ich weiß nicht mal wie lange ich weg sein werde.

Die Aufnahme läuft über die Ambulanz und mein regulärer Termin wäre um 10.30 Uhr. Laut der gestrigen Hebamme sollen wir aber am Besten schon direkt am Morgen dort sein… theoretisch wären wir um 9 Uhr da, doch es ist einfach nirgends ein Parkplatz zu finden. Ohne meinen Helden möchte ich die Klinik nicht betreten und so suchen wir weiter, warten letztendlich vor einer weit entfernten Schranke, dass ein Platz dahinter frei wird und nehmen den Shuttle Bus bis zur Frauenklinik.
Gegen 10 treffen wir in der Ambulanz ein und erfahren, dass all der ganze Stress umsonst war, denn ich nehme eh erst meinen normalen Termin wahr und werde danach aufgenommen.

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Die Waage ergibt ein weiteres Plus von 3 Kilo, Blutdruck und Herztöne bei der Hebammenschülerin sind wie immer beim Alten und Eiweiß ist weiterhin im Urin. Also komme ich erst mal ans CTG und hänge letztendlich fast 3 Stunden daran, weil die Herztöne der Elfe schlecht wurden und blieben. „Eingeengt“ ist zu diesem Zeitpunkt das Lieblingswort der Ärztin & die Hebammen versuchen alles, um mein vermeintlich schlafendes Baby zu wecken. Auch schlafend dürfte die Kurve nicht so aussehen, doch wach ist es noch mal etwas ganz anderes. 2 Liter Blubberwasser, schütteln und rütteln des Bauches, sowie riechen an Tupfern mit ätherischem Öl (Zitrone) später war klar, dass es nicht einfach ein tief schlafendes Baby ist, das nicht aufwachen möchte.
Da ich dann aber ja eh stationär aufgenommen werde, wird das CTG irgendwann beendet und ich bekomme einen Spezialschall bei Frau Dr. Panik. Dabei erfahren wir, dass gestern schon wenig Fruchtwasser zu sehen war und es auch heute noch so ist. Sie misst unsere Elfe kleiner als der gestrige Arzt & obwohl ihr Gerät deutlich besser ist (zur Feindiagnostik eben), wird der Erfahrung des Arztes aus dem Kreißsaal mehr Bedeutung beigemessen. Sie erklärt uns, dass ich nun direkt wieder in den Kreißsaal komme und schon mal alles für einen möglichen Kaiserschnitt vorbereitet wird. Es könne sich noch um Stunden handeln, bis die Geburt notwendig wird, allerdings auch um Tage oder Wochen. Da inzwischen allerdings mehr und mehr dafür spricht, dass es unserer Elfe nicht mehr so gut geht, wird zur Sicherheit schon mal alles in die Wege geleitet. Im Laufe der nächsten Stunden wird also das Narkose- & OP-Gespräch stattfinden, sowie ein Gespräch mit den Kinderärzten. Ugh… das ist ein harter Schlag in die Magengrube… nun doch so schnell?
Aber da auch im Ultraschall keine Bewegung zu sehen ist und dies mein seit Mittwoch/Donnerstag anhaltendes Gefühl bestätigt, dass eben kaum was zu spüren ist, glaube ich ihr. Ich hatte mir ja doch auch schon etwas Sorgen gemacht…

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Im Kreißsaal angekommen, darf ich in ein sexy OP-Hemdchen schlüpfen und komme direkt wieder ans CTG. Das Mittagessen haben wir inzwischen natürlich auch verpasst und da nichts mehr vorrätig ist, begnügen wir uns mit Zwieback und Butterkeksen. Ich bekomme kühle nasse Lappen auf den Kopf, da ich Paracetamol iv erst bekommen kann, wenn meine Blutwerte da sind. Eine blonde Ärztin kommt, stellt sich vor und erklärt uns, dass das alles noch gar nichts bedeuten muss, man aber auf alles vorbereitet sein will. Überhaupt wird immer und zu allem dazu gesagt, dass es nichts bedeuten muss und für den Fall der Fälle ist – wovon ich mich etwas veräppelt fühle. Ich hänge ja nicht grundlos den ganzen Tag am CTG, bekomme aber einfach nichts aussagekräftiges gesagt. Erst geht alles ganz schnell und dann zieht es sich wie ein zäher Kaugummi.
Nach einiger Zeit bekomme ich mein eigenes Bett in einem kleinen Raum des Kreißsaalbereichs und bin weiter pausenlos am CTG. Da ich sehr viel Durst habe, bekomme ich eine Flasche Wasser nach der Nächsten und muss trotzdem kaum zur Toilette. Selbst nach 6 Litern Wasser füllt sich meine Blase kaum merklich, stattdessen quellen meine Hände und Füße auf.

Ein unsympathischer Anästhesist kommt, bespricht mit mir alle Einzelheiten und geht nicht auf meinen Wunsch einer aufgespritzten PDA ein. Er kann sich auch nicht vorstellen, dass es bei Bambina bei einer primären Sectio so gemacht wurde. Da mein Blutdruck dieses mal aber nicht schwach, sondern zu hoch ist, kommt es üüüüüüberhaupt nicht in Frage. Also einigen wir uns auf eine spinale Anästhesie und ich hoffe inständig, dass keine Vollnarkose notwendig werden wird.
Der Kinderarzt, der direkt von der Intensivstation kommt, ist dagegen sehr freundlich und erzählt uns alles wichtige. Wichtige Punkte bei Frühchen sind wohl die Atmung, Hirnblutungen, Lungenentwicklung, Verdauung und der Kreislauf. Er sagt, dass unser Baby zwar deutlich kleiner ist, als es zu diesem Zeitpunkt sein sollte, es aber trotzdem gut ist, wie weit wir schon gekommen sind. Jeder Tag und jede Woche zählt, dennoch hätte unsere Elfe jetzt schon eine gute Chance… wobei es gerade ja alles nur zur Sicherheit ist und es gerade ja wieder gut aussieht. Er verabschiedet sich damit, dass wir uns hoffentlich erst in ein paar Wochen oder gar nicht wieder sehen und lässt mich hin & hergerissen zurück.
Der ganze Tag ist so ein auf & ab der Gefühle, dazu die starken Schmerzen und der Bambivermissungsschmerz. Sie darf am Nachmittag zwar kurz zu mir, doch bleiben kann sie natürlich nicht.
Inzwischen sind auch alle Blutwerte da und ich kann eine Infusion mit Paracetamol haben. Da es nicht wirkt & sich die Schmerzen weiterhin steigern, bekomme ich anschließend 50 mg Dolantin intravenös, was den Schmerz zumindest für 20 Minuten etwas lindert. Etwas später gibt es dann noch mal Paracetamol.
Dazwischen ist ständig eine Hebamme, oder die blonde Ärztin bei mir, um zu schauen ob es etwas neues gibt. Irgendwann fragen wir, ob wir nun davon ausgehen können, dass es heute nicht mehr zur Geburt kommen wird, was unter Vorbehalt bestätigt wurde. Das CTG sieht im Vergleich wieder klasse aus, mein Blutdruck hat sich wieder gefangen und auch sonst passt alles irgendwie. Ich habe zwar 2600 Protein-k-irgendwas im Urin, was wohl sehr hoch ist und alles muss gut beobachtet werden, doch heute muss die Elfe nicht mehr geholt werden.
Sollten alle Werte eine Woche lang super sein, dürfte ich auch wieder nach Hause bzw. könne man noch mal darüber sprechen, aber auch da wird man bei mir wohl genauer schauen. Einfach weil ich schon eine Gestose habe und unsere Elfe kaum gewachsen ist oder zugenommen hat.
Mir ist das alles zu viel und ich bin nur noch am weinen.
Wieso kann sich dieses Kind denn nicht entscheiden? Warum bringt es mich in die Situation nicht zu wissen ob ich auf eine Geburt oder ein durchhalten hoffe? Klar, ohne Probleme etc. wäre ich liebend gerne bis Dezember schwanger, doch für heute reicht es einfach und ich kann nicht mehr… 🙁

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Bis 18 Uhr hänge ich durchgehend am CTG, dann gibt es eine Stunde Pause & anschließend bin ich bis zur nächsten Pause um 21 Uhr wieder dran. Von 22 – 23 Uhr wird die letzte Stunde geschrieben und da sich unsere Elfe wieder gefangen hat, habe ich die komplette Nacht Ruhe davor, muss sie aber dennoch im Kreißsaal verbringen.
Mein Held fährt zum schlafen nach Hause, ich richte mir den Nachttisch heimelig her & klein Bambi zeltet im Zimmer der Vorlesetante mit unendlich vielen Kuscheltieren. Hoffentlich ist morgen ein besserer Tag!

[Rückblick] Sonntag bei 26+6

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Weiterhin ++ Protein und Leukos im Urin und die Kopfschmerzen werden auch immer stärker. Nun kommt zu meiner motivationslosigkeit doch wirklich echte Angst dazu & ich lasse meinen Helden in der Rotkreuzklinik anrufen. Dort bekommen wir allerdings gesagt, dass wir direkt in die Uniklinik fahren sollen, da wir sonst im Ernstfall kostbare Zeit verlieren.
Mir wird erst mal mulmig… denn eigentlich wollte ich doch nur zum dritten Mal in dieser Woche eine Gestose ausgeschlossen haben, um dann beruhigt wieder nach Hause zu gehen.

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Da ich dieses mal aber ein ungutes Gefühl habe, packe ich direkt noch schnell meine Kliniktasche und stelle fest, dass unser Stammbuch spurlos verschwunden ist =O
Also geht es mit den ansonsten wichtigsten Sachen Richtung Krankenhaus und der Abschied von klein Bambi fällt mir wirklich schwer. Ich verspreche zwar, dass ich versuche wieder nach Hause zu kommen, habe aber im Gefühl, dass ich so schnell nicht wieder kommen werde.

In der Uni wird zuerst 1,5 Stunden lang CTG geschrieben, anschließend nimmt Frau „alles halb so wild“ Blut ab und erklärt uns, dass wir gehen können. Denn sollte das Blut positiv sein, könne ich ja immer noch wieder in die Klinik kommen. Doch ein anderer Arzt und die zuständige Hebamme entscheiden anders & schicken uns für 30 Minuten in den zur Frauenklinik gehörenden Garten. Also doch keine 3 – 4 Stunden, Frau Assistenzärztin hätte das Blut nur nicht als Express und dringend ins Labor geschickt :-/
Anschließend wird ein zweites CTG geschrieben, weil das Erste zu viele Dips nach unten hatte. Während die Hebemmenschülerin mich wieder befreit, kündigt sie uns an, dass genannte Ärztin gleich zum Ultraschall kommen wird. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll, weil ich dann wohl nach Hause kann, oder weinen, weil sie Ernstfälle ja scheinbar nicht erkennt.

Hin & her gerissen warten wir also und hören die Stimme des Dienst habenden Arztes auf dem Flur. Da er auf unsere Tür zukommt und den Raum auch noch nennt, wird mir mulmig. Es ist kein gutes Zeichen, wenn nicht wie geplant ein Assistenzarzt zum untersuchen kommt….
Er schallt und schallt und schallt & sagt uns, dass meine Thrombozyten abfallen, was ein Anzeichen fürs HELLP-Syndrom sein kann. Ich darf also nicht nach Hause… den Tränen nahe beantworte ich seine Frage, warum ich in der Ambulanz in Behandlung bin und sage, dass unser Baby schon seit der 10. SSW unter der 3. Perzentile liegt. Er schaut mich an und sagt „Das wollte ich Ihnen gerade mitteilen, dass Ihr Kind ja schon sehr klein ist“. Er möchte mich aufnehmen, ich möchte nach Hause und so gibt es ein drittes CTG, das perfekt sein muss, dass ich gehen darf… er will mir ja nichts böses und ich solle immer bedenken, dass ich wegen Problemen in die Uni kam und er nicht zu mir nach Hause, weil er mich einfach mal aufnehmen wolle. Stimmt ja auch… aber…
Während des CTG’s kommt dann schon die Hebamme ins Zimmer und klebt mir ein Patientenarmband ums Handgelenk… ich schweige und die Tränen laufen nur so über meine Wangen, als sie den Raum wieder verlässt. 20 Minuten später kommt sie wieder, befreit mich zum letzten mal an diesem Tag vom CTG und erklärt, dass sie sich nun gleich um ein Zimmer für mich kümmert. „Aber… aber… ich hab doch noch gar nicht gesagt, dass ich bleibe?“ stammle ich unter Tränen und sie entgegnet, dass der Arzt die Aufnahme angeordnet hätte.
Wir sagen, dass es doch vom CTG abhängig gemacht werden sollte und ich nicht einfach so bleiben kann… also schickt sie den Arzt noch mal zu uns & ich weiß einfach nicht was ich machen soll.
Wird es gefährlich, wenn ich nicht bleibe? Aber ich kann Bambina nicht ohne es ihr vorher zu sagen alleine lassen… doch was wenn in der Nacht was ist?
„Ihnen war nicht klar, dass Sie bleiben?“ fragt er, als er das Zimmer betritt. Nein, so ganz klar war es uns wirklich nicht…. er möchte mich gerne stationär aufnehmen, weil es einfach Grund zur Sorge gibt. Verstehe ich auch vollkommen, das ist es nicht… also erkläre ich ihm die Situation und frage, ob eine Aufnahme am nächsten Morgen auch noch ausreichend wäre. Er bestätigt uns, dass heute eh nichts mehr gemacht werden würde und ich somit auch morgen früh kommen könne. Außerdem bekäme ich noch ein Antibiotikum mit, da viele Bakterien in meinem Urin gefunden wurden.
Allerdings müsse ich ihm trotzdem unterschreiben, dass ich gegen seinen Rat auf eigene Verantwortung gehe, da er sich einfach absichern müsse. Kein Problem, das kenne ich ja schon & sollte sich in der Nacht etwas verschlimmern, kann ich ja immer noch erneut in die Uniklinik fahren.

[Rückblick] Bis 26+4 und die grünen Flecken

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26+1 – Lungenreife 2/2
Die heutige Ärztin ist klasse, ich soll zwar weiterhin stationär bleiben, doch sie nimmt meine Entscheidung so hin und versucht mich nicht durch ängstigende Aussagen umzustimmen.
Klein Bambi habe ich heute aus verschiedenen Gründen auch dabei, erstens liebt sie das CTG so und zweitens muss ich leider demonstrieren, dass man nicht einfach so immer eine Oma griffbereit hat, die aufpassen kann. Immerhin war das die Meinung der gestrigen Ärztin.
Zur Sicherheit habe ich ein erneutes Gestoselabor veranlasst…. die Kopfschmerzen sind nicht besser geworden und ich kann sie nicht sicher einordnen.
Wobei es einfach mal super genial ist, dass es gestern hieß 30 km zur Uni wären zu weit, wenn die Werte schlecht sind & sich dann bis 22 Uhr niemand das Ergebnis angeschaut hatte :-/

Die zweite Spritze war schmerzhafter als die Erste und irgendwie fühle ich mich jetzt am Abend auch nicht so prickelnd. Naja, die Nebenwirkungen werden nicht ewig anhalten und dann geht es mir auch wieder besser!

26+2 – puuuuuh fühle ich mich mies. Ich habe fast den ganzen Tag geschlafen und fühle mich immer noch unheimlich schwach und wackelig auf den Beinen. Mein Held hat meinen Diabetologentermin für morgen abgesagt und ich bin so unheimlich froh ihn zu haben.

26+4 – heute Mittag waren wir bei meinem Frauenarzt. Er sagt die Elfe wird ein Mädchen, doch ich glaube es einfach nicht. Ich fühle mich immer noch ziemlich schwach, die Kopfschmerzen halten weiter an, ich habe plötzlich 3+ Protein im Urin, mein Blutdruck ist plötzlich wieder höher und ich wiege weitere 2 Kilo mehr. Doofes Wasser :-/
Ich soll mehr trinken und 1 Blutdrucktablette mehr nehmen als bisher, doch mir ist nicht wohl dabei. Also werde ich nun übers Wochenende selbst Urinsticks verwenden, um zu sehen ob sich da gerade etwas so gar nicht gutes anbahnt. Nun mache ich mir langsam wirklich Sorgen… wobei mein Arzt ja keinen Grund dafür sieht.

Am Abend hatte ich nun nur noch 1 + Eiweiß im Urin, was mich doch etwas beruhigt. Sollten die Kopfschmerzen und das Protein morgen nicht besser sein, lasse ich wohl noch mal ein Gestoselabor machen.

26+5 – 2+ und Kopfschmerzen, aber auf Uni hab ich so gar keinen Nerv… ich will einfach im Bett bleiben.
Etwas grün ist auch wieder im Höschen, doch angeblich ist es ja kein Fruchtwasser. Ich könnte schwören, dass es immer wie ein Schwall Flüssigkeit mit grün war und kein Ausfluss…

(Rückblick 25+3 – Uniklinik mit grünen Flecken im nassen Höschen. Schwallartig immer mal wieder und nicht durchgehend.
Die tolle „alles ganz harmlos Ärztin hatte Dienst im Kreißsaal und meinte dass es wohl eine Infektion o.ä. wäre, da der Fruchtwassertest in dem Moment negativ war. Hätte ich ihr auch sagen können, immerhin war gerade gar nichts. Aber es ist tatsächlich einfach nicht wie Ausfluss. Das Höschen wird plötzlich nass und dann ist es grün durchzogen und an manchen Stellen so richtig grün…)

[Rückblick] Lebenszeichen bei 26+0

Kein Lebenszeichen von uns? Dass es hier zeitweise wenig zu lesen gibt, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Doch in den vergangenen Tagen war ich wirklich nicht ansatzweise in der Lage, abgesehen von instagram kürzere oder auch längere Texte zu verfassen. Ein turbulente Zeit liegt hinter uns und die kommenden 3 Monate werden nicht leichter werden, doch irgendwo in mir weiß ich, dass wir es gemeinsam als Familie schaffen werden!
Aber nun der Reihe nach:
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Heute (musste ich die Uniklinik gegen ärztlichen Rat auf eigene Verantwortung verlassen, da sich die ständig wechselnden Assistenzärzte einfach nicht einig werden, ob die Betreuung gelockert werden kann, oder ob ich direkt und sofort stationär bleiben muss.
Gestern hieß es zwar, dass es so gemacht wird wie die Leitung sagt, man meinen „Deal“ mit ihr – solange wie möglich ambulant zu bleiben – aber nicht kenne & sie gerade nun mal nicht da ist, weshalb jemand anderes das sagen hat. Der sogenannte „Deal“ war zwar eher, dass sie es am vernünftigsten und stressfreiesten für mich empfand, mich eben nicht auf unbestimmte Zeit aufzunehmen…. aber was solls.
Mit der „schlechtes Gewissen“-Tour kann ich dagegen so gar nicht und so kam es wie es kommen musste –> Lena emotional vollkommen mitgenommen am CTG, ohne zu wissen, was zu tun ist.
Mein Held war nicht erreichbar, die vorlesetante hat mit Bambina keinen Parkplatz gefunden und ich war am verzweifeln. Doch mal ehrlich, in der einen Woche heißt es, dass keine Lungenreife notwendig ist und man den Abstand vielleicht auf 14 Tage erhöht und 7 Tage später will man mich wegen einem nicht passenden Blutdruckwert aufnehmen?
Immerhin sollte ich nun die Lungenreife bekommen, um auf alles vorbereitet zu sein. Da mein Held morgen seine Nachklausur schreibt, fragte ich ob man gerade noch bis zum übermorgigen Nachmittag warten könne, was verneint wurde. Bis zum nächsten morgen, um Bambi vorzubereiten? Auch das war ihr zu riskant und so entschloss ich mich nach einigem Gedankenwirrwarr dafür, auf eigene Verantwortung und gegen ärztlichen Rat zu gehen.
Die Elfe war zwar etwas weniger gewachsen, lag aber noch in ihrer Kurve. Der Doppler war wie immer und auch beim CTG zeigte sich die Elfe von ihrer guten Seite.

Nach meiner Unterschrift wurde noch ein Gestoselabor gemacht und ich bekam die erste Spritze für die Lunge unseres Kindes. Die beginnenden Kopfschmerzen nahm ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ernst und die Ärztin war in dem Moment unten durch, als sie damit kam, dass unsere Elfe ja sterben könne. Wir legen seit bald 17 Wochen mi dem Wissen, dass etwas nicht stimmt und die Gefahr einer Todgeburt hoch ist. Fast 4 Monate, in denen wir uns mit sämtlichen Eventualitäten auseinandersetzen mussten, da lasse ich mich sicher nicht mit diesen Worten verrückt machen…. getroffen haben sie trotzdem…
Die Spritze selbst war etwas unangenehm, aber gut auszuhalten – Probleme hatte ich sonst allerdings keine weiteren damit.
Ich bin gespannt wie es morgen werden wird, wenn ich zur zweiten Spritze in die Ambulanz muss…

Sorgen, Verzweiflung, Ärztemacht

 

Über 3 Stunden Uniklinik, für 10 Minuten bei einer Hebammenschülerin, 10 Minuten Ultraschall und weiteren 10 Minuten „Gespräch“.
Anschließend wusste ich wieder, weshalb ich die hiesige Uni niemals freiwillig als Entbindungsklinik gewählt hätte und auch nur widerwillig der dortigen Betreuung zugestimmt habe. Denn es ist genau das passiert, was wir damals bei Bambina schon erleben mussten… mit dem Unterschied, dass ich dieses mal nicht so hingestellt wurde, als hätte ich nicht genug Geduld um bis Dezember auszuhalten.
Damals hieß es beim ersten Termin in der 29. SSW, dass man unser Bambinchen eventuell früher holen würde, wenn sich mein Zustand nicht verbessert. Die damalige Schwangerschaft hatte meinen Körper und mein Herz so sehr belastet, dass ich kaum noch essen konnte, ohne anschließend in Ohnmacht zu fallen, oder eine Herzfrequenz von 200 und mehr zu haben.
3 Wochen später waren wir erneut dort und eine andere Ärztin bezeichnete uns als unverantwortlich, da man ein Kind frühestens 39+0 holen würde – alles andere wären Frühchen mit geringer Chance und wir seien nur zu ungeduldig um die Geburt unseres Kindes zu erwarten. Sie wollte mich wenige Wochen vor der Geburt noch auf Betablocker einstellen lassen und verordnete mir bis zu 4 GRAMM Paracetamol + Tramal am Tag, da ich zusätzlich unheimlich Schmerzen hatte.
Nach weiteren 2 Wochen ging es mir dann zum Glück so weit besser, dass die letzten Wochen gut lebbar waren. Ich selbst wollte nie unbedingt, dass unser Bambinchen früher geholt wird, sondern hatte einfach auf Hilfe gehofft… vor allem da die erste Ärztin eine frühere Geburt in Betracht gezogen hatte.

Bei unserer Elfe lief es nun leider ähnlich, denn die eine Hand weiß nicht was die Andere macht und so stehe ich nun hilfloser dar, als zuvor.
Vor einer Woche waren wir zur 4. oder 5. Feindiagnostik, die wieder die Leitung der Pränataldiagnostik, Geburtsmedizin und des Kreißsaals durchgeführt hat. Eine wirklich liebe und sehr kompetente Ärztin, die ich eigentlich sehr gerne mag.
Beim letzten Termin haben wir endlich die lange ersehnte 25. SSW erreicht und eigentlich sollte ich in diser Woche auch die Lungenreife bekommen, um für den Fall vorbereitet zu sein, dass die Elfe plötzlich schnell geholt werden muss. Doch da der Zustand der Elfe zum ersten mal stabil war und die Spritzen den Blutzuckerspiegel – der sich nun endlich eingependelt hat – durcheinander bringen würden, wurde es mit den Worten „hoffen wir, dass es dann noch reicht“ um eine Woche verschoben.
Außerdem besprachen wir, wie es weiter gehen soll und sie sprach sich eindeutig dafür aus, dass sie mich auf jeden Fall jede Woche in der Uni sehen möchte. Je nach Entwicklung auf 2 – 3 x die Woche – alternativ hätte ich auch direkt stationär aufgenommen werden können, was für mich aber erst in Frage kommt, wenn es gar nicht mehr anders geht. So lange es mich nicht stresst häufig zur Untersuchung zu kommen, wäre eine ambulante Betreuung auch für sie vollkommen okay.
Ein Spezialschall – die Termine bei ihr – wären verständlicherweise aber nicht bei jedem Termin notwendig.
Alles weitere sollte nun gestern besprochen werden, da unser Bambinchen bei der Oma einen kleinen Unfall hatte und wir recht spontan aufbrechen mussten.

Gestern war dann also der besagte „nächste Termin“ und nichts lief so, wie es laufen sollte.
Direkt bei der Anmeldung wurde ich gefragt, weshalb ich denn in einer so frühen Schwangerschaftswoche schon wieder zur Untersuchung in die Ambulanz kommen müsse, wobei ich mir allerdings noch nichts dachte. Man kann ja nicht erwarten, dass die Hebamme am Empfang über alles Bescheid weiß und so setzte ich mich nach draußen auf die Wartestühle. Einige Zeit später kümmerte sich eine Hebammenschülerin darum, meinen Blutdruck zu messen, das aktuelle Befinden aufzunehmen und nach den Herztönen zu hören.
Dann saß ich wieder auf dem Flur und wartete 2 weitere Stunden, bis die junge Assistenzärztin mich aufrief und in ein Besprechungszimmer holte. Dort schaute sie in meine Akte, meinte dass unser Kind ja recht klein sei und sie wohl scheinbar noch mal nach der Größe schauen solle… ich berichtete zwar, dass die Leitung mich nun wöchentlich in der Uni sehen möchte, wovon sie aber wohl nichts wusste. Dass sie grundsätzlich keine Ahnung von uns hatte, wurde mir spätestens klar, als sie nicht auf meinen Blutdruck einging, der zwar theoretisch besser ist aber nun sehr schwankt und somit nicht in dem Bereich liegt, in dem er bei mir liegen soll. Als sie mir dann noch eine Diät für den Blutzucker verordnete, obwohl ich in einem Diabeteszentrum in Behandlung bin und die Werte gerade super sind, hätte es klarer nicht sein können.
Anschließend ging sie mit mir erneut alle meine Diagnosen und Medikamente durch, was die Woche zuvor schon mehrmals gemacht wurde und brachte mich dann direkt ins Ultraschallzimmer. Dort schaute sie nach dem Herzchen, der Versorgung des Gehirns und der Größe von Kopf, Oberschenkelknochen und Bauchumfang. Ich bat sie darum, die Wachstumskurve selbst zu sehen und um einen Ausdruck mit den Maßen, woraufhin sie mir erklärte, dass es überhaupt kein Problem sei und sie mir die Kurve noch zeigen würde. Schon war der Ultraschall zu Ende und es ging nach kurzer Wartezeit wieder in das Besprechungszimmer, wo sie mir offenbarte, dass die Elfe zwar wenig, aber immerhin gewachsen sei und mir ein paar aufgeschriebene Werte vorlegte. Keine Kurve, nur Millimeterangaben im Vergleich zu den Maßen vor einer Woche. Es gehe ja immerhin nur darum, dass das Baby wächst und auch die Versorgung gewährleistet ist… genaueres ist nicht von Bedeutung. Schön, für MICH aber nun mal schon! 🙁
Ich fragte nach der Lungenreife, die nun ja schon seit einiger Zeit im Gespräch ist und eigentlich fest eingeplant war, doch da ich keine Wehen oder Blutungen habe, sei das nun momentan nicht notwendig und ich soll einfach regelmäßig zur Kontrolle kommen. Ob ich nun aber jede Woche in die Uni gehe, oder im wöchentlichen Wechsel mit meinem Frauenarzt, seit letztendlich meine Entscheidung. Allerdings müsse ich selbst abklären, ob mein Arzt denn überhaupt weiß, auf was er achten müsse. Bäm – ich saß da und verstand die Welt nicht mehr. Bis gestern ging es nicht ein einziges mal um Wehen oder andere Frühgeburtsbestrebungen… es stand auch nie zur Debatte, dass mein Körper die Schwangerschaft von sich aus zu früh beenden würde, sondern immer um die von ärztlicher Seite eingeleitete Frühgeburt. Ich fragte also, ob ich dann anhand der aktuellen Entwicklung und den gestrigen Werten davon ausgehen kann, dass die Elfe nicht in den nächsten 2-3 Wochen geholt werden muss, was sie verneinte. Schließlich hätte es theoretisch gestern Abend schon anders aussehen können und es kann jederzeit sein, dass das Baby schnell geholt werden muss. Jaaa…. das wusste ich ja eigentlich… das ist auch der Grund, weshalb ich die Lungenreife bekommen sollte… doch sie war sich ihrer Sache sicher, dass die Leitung sicherlich nur im Falle einer möglichen Geburt vorbereitet sein wollte.
Nun frage ich mich natürlich, ob das nun nicht mehr der Fall ist, wenn man doch nicht sagen kann, wie lange es sich hält?

Wir müssen nun eben regelmäßig schauen, abwarten und dann den Abstand eventuell wieder auf 14 Tage erhöhen. Das war der Moment, indem innerlich alles einzustürzen drohte. Sie meinte, dass es unserer Elfe noch „okaaaay“ geht… das heißt für mich, dass es dem Baby zumindest nicht schlecht geht – was mich unheimlich freut. Aber das Gezerre, das hin & her und die Sorge nun auch noch um die ordentliche engmaschige Betreuung kämpfen zu müssen, macht mich einfach fertig.

Seit 16 Wochen leben wir nun schon mit dem Wissen, dass man nur abwarten kann auf 24+0 hin… an diesem Meilensteintag wird uns gesagt, dass es nun endlich so weit ist, dass man sich im Falle einer Frühgeburt um das Kind kümmern würde. Dass die Lungenreife auf jeden Fall notwendig ist und man schauen und hoffen müsse, dass die kleine Elfe so lange wie möglich durch hält.
16 lange Woche in dem Wissen, dass unser Baby einfach sterben könne… dass es vielleicht schwerkrank oder gar nicht lebensfähig ist… dass man aber nicht weiß woran es liegt und somit auch nichts sagen könne. Monate mit der Gewissheit, dass wir ein Fall mit seltener Ausprägung sind und man ab 24+0 engmaschig kontrollieren müsse… und dann kommt eine Assistenzärztin daher, die genau das erst seit einem Monat ist und will mir erklären, dass sie uns dann vielleicht gerne wieder auf einen Untersuchungsabstand von 14 Tagen legen will?? Ohne, dass sich die Situation positiv verbessert hat, hebelt sie einfach mal schnell alles aus, was zuvor mit der Leitung besprochen war?
Und sofort war mir klar, weshalb ich niemals nicht in die Uniklinik wollte… die meiste Zeit der Schwangerschaft war ich die Ruhe in Person und habe abgewartet, zwischendurch siegte die Angst und ich war ziemlich deprimiert, doch seit gestern gleicht es einem Albtraum der nicht enden möchte. Nach dem Termin war ich so fertig mit den Nerven, wusste nicht weiter und legte mich erst mal schlafen. Am Abend sprach ich mit meinem Helden und postete auf Instragram, was mir neuen Mut zum Kämpfen gab (ich danke Euch von Herzen <3).
Denn seit gestern stehen wir gefühlsmäßig von medizinischer Seite wieder alleine da. Ich habe einen Frauenarzt, der schon vor 2 Monaten sagte, dass er mit unserem Fall überfordert ist und so etwas noch nie hatte… einen Arzt, der aufgrund der vielen Feindiagnostikschalls im Abstand von 14 Tagen der Meinung war, dass eine Vorsorge so lange nicht notwendig sei. Also habe ich selbst Blutdruck und Urin kontrolliert, mich um eine Langzeitblutdruckmessung bei meinem Hausarzt gekümmert, im Krankenhaus eine Gestose ausschließen lassen und Termine beim Diabetologen wahrgenommen.
Dann kam ich zur weiteren Feindiagnostik in die Uni, lernte die wahnsinnig liebe Pränataldiagnostikerin kennen und hatte nach dem zweiten Termin endlich nicht mehr das Gefühl von den Ärzten alleine gelassen in der Luft zu hängen. Ihre Pläne klangen plausibel, alles war logisch und ich konnte endlich wieder zur Ruhe kommen. Bis gestern… denn mit einem mal wurde uns die gerade gewonnene Sicherheit und das Gefühl, dass sich jemand kümmert einfach so wieder genommen. Schon hängen wir wieder in der Luft… mehr als je zuvor und aus meiner gestrigen Gelähmtheit wurde eine tiefe Traurigkeit, vermischt mit einer kleinen Verzweiflung. Doch dank der lieben Menschen, die mir so viel Mut machten, werde ich heute Abend oder Morgen früh eine E-Mail an die Leitung schreiben und hoffen, dass wir dann doch wieder etwas weiter kommen. Denn so kann es definitiv nicht bleiben…. 🙁

Besorgt. Gebeutelt. Traurig. Verzweifelt. Und doch voller Freude über unser kleines Elfenkind <3

Emotionaler Text. Fehler nicht korrigiert.

Uniklinik, Kreativität und Buttinette

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Bevor es in 2 Stunden wieder in die Uniklinik geht und ich mich so langsam endgültig mit einer stationären Aufnahme anfreunden sollte, blättere ich noch ein wenig im neuen Katalog von Buttinette. Gestern konnte ich schon, von mehr Kreativität träumend, darin versinken und eine imaginäre Wunschliste erstellen. Denn eigentlich… ja, eigentlich bin ich ein ziemlich kreativer Mensch, der gerne bastelt und Dinge mit den eigenen Händen herstellt. Wenn da nur die fehlende Kraft nicht wäre… doch auch diesen Hügel werde ich irgendwann erklimmen und hinter mir lassen.

Von den Pappalben auf dem Foto, werde ich allerdings tatsächlich ein paar bestellen, da ich Erinnerungsbücher zu bestimmten Themen erstellen möchte. Schwangerschaften, Hochzeit, Urlaub, besondere Zeiten…. für mich sind solche Erinnerungen, die ich in die Hand nehmen kann sehr wichtig. Durch die Dissoziationen vergesse ich leider unheimlich viel und Dinge wie Fotos, Eintrittskarten, Parktickets, gefundene Blätter oder Federn etc. erleichtern Es mir unheimlich, Situationen zu rekonstruieren.
Ganz besonders freue ich mich darauf, Bambis Ultraschallbildchen und all die Kleinigkeiten aus ihrer Erinnerungskiste einzukleben, um alles gemeinsam in einem Buch zu einer magischen Geschichte werden zu lassen <3

2 Stunden und 15 Minuten bis zu meinem Termin. Langsam kommt die altbekannte Nervosität noch stärker durch als sonst, da ich heute zum ersten mal einen Elfentermin alleine wahrnehmen werde. Mein Held ist nun nach seiner OP wieder arbeiten und kann sich nach einer gewissen Zeit zu Hause nicht frei nehmen. Wenn ich es letzte Woche richtig verstanden habe, wird heute u.a. das Narkosegespräch sein und evtl auch ein CTG. Außerdem geht es um die Lungenreife, die Versorgung der Elfe und das Wachstum…. ugh… ganz ruhig Lena.

Gleich muss ich also schnell unter die Dusche hüpfen, klein Bambi fertig machen und ihr was zu essen einpacken. Darum wünsche ich Euch nun einen schönen Tag und hoffe auf Eure gedrückten Däumchen 🙂