Der Junkie beim TÜV

Bildschirmfoto 2014-09-04 um 01.59.37Heute Nachmittag werde ich mit meiner Mama zur Führerscheinstelle gehen, um dort zu erfahren wie wir verbleiben und welche Auflagen ich letztendlich bekommen werde.
Nachdem am 31.07.2014 das Gutachten vom TÜV in unserem Briefkasten lag, das besagte, dass ich momentan nicht in der Lage bin am Straßenverkehr teilzunehmen, habe ich meinen Führerschein direkt abgegeben. Als wir den Termin beim Notar hatten nutzte ich die Gelegenheit und stattete meiner Sachbearbeiterin einen Besuch ab. Sie war wie immer super lieb und meinte, dass sie mit ihrem Chef sprechen und versuchen wird so weit es geht auf mich einzugehen. Immerhin sind sie keine Unmenschen, wollen mir nichts böses und ich gehöre nicht zu den Fällen, die sie sonst so auf ihrem Schreibtisch liegen hat. Ein Führerscheinverlust aus gesundheitlichen Gründen ist eben doch noch mal was anderes, wie Trunkenheit/Drogen am Steuer und das merkt man.

Sie meinte „damals“, dass sie mir die Abgabe-Gebühr erlässt, da ich kam ohne angeschrieben zu werden. (Dafür muss man zahlen?)  Normalerweiße hätte ich wohl noch eine Frist bis Ende September gehabt, was ich allerdings nicht wissen konnte. Da ihr Chef aber Urlaub hatte und sie selbst nicht über meinen Fall entscheiden konnte/durfte, hat sie meinen Führerschein behalten, einen Vermerk in meine Akte gemacht und sich darauf verlassen, dass ich auch wirklich nicht fahre. Denn ich habe zwar kein Dokument mehr, doch meine Fahrerlaubnis ist bisher nicht erloschen 😉

Ich darf nun also seit einem knappen Monat nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und erst jetzt wurde mir klar, wie sehr ich eigentlich darauf angewießen bin. Momentan geht es noch, da ich lediglich einen Termin pro Woche habe und meine Mama mich meistens fahren kann, doch eigentlich ist die Liste der zu erledigenden Arzttermine lang. Jetzt wo mein Held nicht mehr zu Hause ist und er mich nicht mehr begleiten kann, wird es doch noch zum Problem… ich muss dringend sämtliche Termine vereinbaren und wahrnehmen, einige davon habe ich vor einem Jahr abgesagt und seitdem ignoriert. Doch da die Nachprüfung meines Behinderungsgrades bald ansteht, brauche ich Befunde die ich vorlegen kann.

Mittlerweile bereue ich es sehr, keinen Widerspruch eingelegt zu haben. Die Ärztin hat die Tatsachen in ihrem Gutachten so sehr verdreht, dass es stellenweiße einfach nur noch frech ist. Einen Psychologen habe ich nie gesprochen und das angedachte psychiatrische Gutachten um die Auswirkung meiner Medikamente zu beurteilen, wurde auch einfach übersprungen. Stattdessen werde ich einfach mal schnell zu einem mutmaßlichen medikamentenabhängigen Junkie gemacht und soll es erneut versuchen, wenn ich 3 verschiedene Psychopharmaka abgesetzt habe. Sie kann nicht wissen, dass ich damit schon so meine Probleme hatte, doch da ich es schon ziemlich lange im Griff habe, komme ich mir ganz schön veräppelt vor.
Ich kann verstehen, dass sie mir den Schein nicht lassen konnte, da ich eben häufig nicht fahren kann, doch die offizielle Begründung ärgert mich sehr. Mein Stiefpapa meinte, dass sie einen Grund gebraucht hat, immerhin kann ich durch meinen hohen IQ so viel kompensieren, dass ich die Testung bestanden habe. Mir deshalb jedoch jedes Wort im Mund herumzudrehen  und kein fachpsychiatrisches Gutachten anzufordern, obwohl sie selbst sagte, dass sie das nicht beurteilen kann, ist für mich nicht akzeptabel. Ich hätte auf dieses zusätzliche Gutachten bestehen sollen… nun komme ich aus der MPU-Falle nicht mehr so schnell heraus und umso mehr Diagnosen ist offiziell habe, umso sicherer ist es, dass ich meinen Führerschein immer wieder für eine gewisse Zeit verlieren werde.

 

1 comment

Sag mir Deine Meinung :)

%d Bloggern gefällt das: