Die Herzdame und der Tattookönig

Letzten Samstag war meine Herzdame relativ spontan und mehr oder weniger zufällig zu meinem Tattootermin  für ein paar Stunden zu Besuch.
„Händchen halten, Beistand leisten“ und als Entscheidungshilfe, denn ich hatte mich bis dato weder für eine Seite, noch für ein endgültiges Motiv entschieden. Um genau zu sein, habe ich mein Tattoo  ein paar Minuten vor dem Stechen noch mal vollkommen verändert und bin jetzt wirklich super glücklich damit. Marco der Tattookönig fand es super witzig wie unentschlossen ich ihm meinen vorläufigen Entwurf vor die Nase legte und erklärte, dass ich keine Ahnung habe wie ich es nun letztendlich tatsächlich will. Da ich aber schon ein paar Bilder von ihm auf meinem Körper trage kenne ich seinen Stil ziemlich gut und habe ihm bei der Umsetzung freie Hand gelassen. Das kannte er schon, denn bei einem meiner ersten Tattoos hatte er nur ein paar Stichworte die das ganze ein wenig umschrieben hatten, raus kam mein bisheriges Lieblingsbild <3

Meine Schwester nutzte fast die komplette Zeit um für ihr Studium zu lernen. Da ich keinen Führerschein mehr habe und die Herzdame auch noch zum Bahnhof gefahren werden musste, war sie als „Sicherheitspuffer“ dabei und hat so auch direkt Marco´s neues Studio gesehen. Wir waren positiv überrascht, denn inzwischen hat er super viel Platz, alles ist hell eingerichtet und an der Wand im Eingangsbereich hängen mehrere Gitarren. Ich als Musikliebhaber fand vor allem diesen Punkt ganz besonders toll 🙂
Man hätte meinen können, wir wären dort zu Hause – zwei Taschen der Herzdame, der Rucksack plus die Unterlagen meiner Schwester, unsere Schuhe und Jacken, meine Tasche, Bücher und Zeitschriften. Aber so waren wir bestens ausgestattet und keinem von uns wurde langweilig 🙂

Auch wenn ich hier kein Foto zeigen werde, war ich mit seiner Arbeit so zufrieden, dass mein restliches Weihnachtsgeld direkt für ein zweites Tattoo drauf ging. Naja gut, eigentlich weil ich noch über eine Stunde warten musste, bis mein Held die Vorlesetante und mich wieder abholen kam und Marco für den Tag so oder so nur uns eingeplant hatte. Ich wünschte ich hätte grenzenlos Geld zur Verfügung, den Tattookönig ganz allein für mich und bald einen rundum bemalten Körper *.*
Meine körperliche Schmerzgrenze war nach Nummer eins aber scheinbar schon erreicht und so piekte Nummer zwei unglaublich sehr. Irgendwann beschloss ich es mit Meditation zu versuchen und entfloh dem Schmerz in eine andere mentale Welt. Meine Schwester dachte ich schlafe, Marco war froh, dass ich so ruhig hielt und ich bin glücklich darüber, dass diese Methode funktionierte. Endlich zahlt sich die Übung, Yoga und Pilates also doch ein wenig aus und ich kann selbst in so einer Situation abschalten.
Ob das wohl auch während einer spontanen Geburt möglich wäre? Hat zufällig jemand Erfahrung damit? 🙂
Und nein, ich bin auch jetzt nicht schwanger, es interessiert mich einfach, da ich einen Kaiserschnitt hatte!

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