Die Liebe und der Tod

Gestern Abend war ich seit langem mal wieder was trinken. Begleitet wurde ich natürlich von meinem Helden, von wem auch sonst?! 😉
Meine kleine Schwester hat bei uns einen Film geschaut, während wir es uns in aller Ruhe in einem kleinen Café gemütlich machten. Der Held hatte einen Caipirinha, von dem ich ein paar kleine Schlückchen nippte, während ich selbst einen kleinen Kaffee mit einer kleinen heißen Zitrone hatte.
Ich liebe heiße Zitrone sehr – dieser frische Geschmack, die wärmende Flüssigkeit und die säuerlichen Stückchen, die zeigen, dass es mit echten Zitronen gemacht wurde. Perfekt abgerundet durch ein wenig Süßstoff und ich bin im Himmel *.*

Das Beste war allerdings die Zeit für uns zu zweit. Paarzeiten sind uns zwar nicht sonderlich wichtig, doch in den letzten Wochen arbeitet mein Held von morgens bis abends und am Wochenende hat er einen Nebenjob, durch den ich ihn auch kaum sehe. Es ist schon eine gute Übung für die Zeit ab Dezember, wenn mein Held wirklich max. zum Schlafen zu Hause ist und den Rest der Zeit 100 km entfernt in der Hochschule verbringt. Ich hoffe so sehr, dass er wenigstens nicht dort hinziehen muss… das und wie im Endeffekt alles wird, wird sich zeigen. Ich bin allerdings jetzt schon froh darüber, wenn die nächsten 3 Jahre endlich um sind. Gegen den jetzigen, waren die letzten Ausbildungsabschnitte wirklich pipfax einfach und nicht der Rede wert. Kaum hatte er begonnen dort zu arbeiten kam eine Hiobsbotschaft nach der Nächsten, doch ich denke, dass es nun ruhiger verlaufen wird. Wenn wir die Umstellung zur Hochschulzeit dann erst mal geschafft haben, haben wir ein wenig Stabilität gewonnen und nichts kann uns so schnell mehr schocken 🙂

Mein Held hat mich damals mit Rollstuhl und mit gastronasaler Sonde in mich verliebt, gemeinsam haben wir bald 7 Jahre steinigen Weg mit Felsbrocken hinter uns gebracht und stehen noch immer als eine Einheit hier. Also werden wir auch das Studium überstehen und können dann auf 10 Jahre Hoppelwegbeziehung zurückblicken. Perfekter Zeitpunkt für die kirchliche Trauung, nicht? <3
Vieles haben wir hinter uns gelassen, einigen Ballast abgeworfen, über Verluste getrauert, neues geschenkt bekommen und in manchen Punkten einfach nur gewonnen. Doch das Beste ist, dass die Zukunft noch so viel mehr für uns bereit hält – wir sind jung, haben unser Leben noch vor uns und sind noch lange nicht am Ende angekommen. Sämtliche Wünsche, Träume und Ziele lassen sich noch erfüllen. Die Liste ist lang, doch sie wird mit den Jahren immer kürzer werden, neue Träume entstehen und so entwickeln wir uns weiter und weiter, ohne stehen zu bleiben.

Wir leben unser Leben so wie es kommt, doch immer mit der Gewissheit, dass jeder Moment der Letzte sein könnte.
Möchte ich im Ärger über den ungeputzten Boden sterben? Oder lieber mit dem Lächeln in dem Gesicht, weil ich statt zu putzen, einem anderen Menschen geholfen habe? Möchte ich mit dem Gedanken sterben, dass das Leben durch und durch nur sch**ße war? Oder doch lieber versuchen die Kleinigkeiten zu würdigen und den Rest so nehmen wie er kommt?
Ich möchte glücklich leben und sterben, aus diesem Grund achte ich auf die Kleinigkeiten und versuche das Positive zu sehen. 🙂

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