Die Weihnachtsmann-Lüge

Als bisher einzige (der verlinkten Beiträge), möchte ich für die Blogparade von wundertolles.de über ein Weihnachten ohne Christkind oder Weihnachtsmann schreiben.
Zuerst einmal finde ich, dass man jede Meinung/Einstellung respektieren und akzeptieren sollte. Ganz egal ob man es nun selbst anders sieht, oder nicht.

Ich finde es nicht schlimm, wenn Kinder auch mit 7, 8, 9, 10 … Jahren noch an ihre Weihnachtsform glauben, ganz im Gegenteil. Der kindliche Glaube ist etwas besonderes und sollte nicht mutwillig zerstört werden.
Doch unseren Kindern werden wir nichts von den heimlichen Geschenkboten erzählen. Allerdings bekommen sie auch nicht direkt gesagt, dass es nur verkleidete Menschen sind, wenn sie mal einen Weihnachtsmann sehen.

Für mich hat Weihnachten den ursprünglichen religiösen Hintergrund und ist somit das Fest der Geburt Christi. An diesen Tagen stehen die Geschenke nicht im Vordergrund und für mich ist es somit auch nicht notwendig eine Figur zu erfinden, die diese bringt.
Wir möchten unsere Kinder offen und ehrlich erziehen und ihnen zeigen, dass man sich gegenseitig beschenkt und es ein geben und nehmen ist. Man bekommt nicht jeden Wunsch erfüllt, erfreut sich aber dennoch an den bunt verpackten Kleinigkeiten. Für uns gab es in Kinderzeiten nichts schöneres, als zum Beginn der Bescherung alle unsere Geschenke zu verteilen. Erst wenn jeder sein Päckchen geöffnet hatte, wollten wir unsere Geschenke haben und so ist es auch heute noch. Es macht mir große Freude meine Kleinigkeiten zu verteilen und anderen damit ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Genau das möchte ich unseren Kindern auch vermitteln, dass es in dieser Überflussgesellschaft nicht darauf ankommt immer selbst etwas zu bekommen. Freude schenken macht glücklich und wenn man in Momenten der Stille in sich hineinhört, oder die freudigen Gesichter der Beschenkten beobachtet, sieht man etwas, das in den meisten Fällen verloren geht. Pure echte Nächstenliebe ♥

Wir werden an Weihnachten also von Maria und Josef erzählen, wie sie kurz vor der Geburt einen Schlafplatz suchten und jeder sie fortschickte. Von der Geburt im Stall Betlehems, den Schafhirten und den 3 Waisen aus dem Morgenland. Davon, dass Jesus auf die Erde kam, um uns Menschen von unsere Schuld zu befreien und wir gemeinsam noch über 2000 Jahre später seinen Geburtstag feiern.
Irgendwann werden wir gefragt werden, wieso wir uns und nicht Jesus beschenken? Doch da man ihm nichts materielles schenken kann, macht man sich in Gedanken an seine Geburt gegenseitig eine Freude und schenkt ihm damit ein Stückchen Frieden.

Anders sieht es mit dem Nikolaus aus, der für gewöhnlich am 6. Dezember kommt. Sagen werden wir dazu gar nichts, nur die Geschichte des Bischofs von Myra erzählen, der sein Erbe verteilte, um anderen damit zu helfen. In Gedanken daran und die Nächstenliebe, kommt jedes Jahr der Nikolaus und bringt jedem Kind eine Kleinigkeit.
Sie werden fragen, wer sich da verkleidet hat, dürfen raten und werden das Rätsel evtl nicht gelöst bekommen. Doch sagen es wäre der echte Nikolaus, das werden wir ganz sicher nicht.

Wie ihr seht, schadet es einem Kind nicht, wenn es ohne erfundene Geschenkbotenfigur aufwächst.
Wie es aber nun im eigenen Heim gehandhabt wird, sollte immer die Entscheidung der Eltern sein.

2 comments

  1. Genau über dieses Thema haben wir uns die Tage auch unterhalten. Wir sind beide mit dem Christkind (Jesuskind) aufgewachsen und möchten unseren Kindern das auch so vermitteln – sie werden jedoch früh genug auf den Weihnachtsmann treffen und wie wir ihnen erklären, warum es zwei verschiedene gibt, wissen wir noch nicht so ganz. Denn lügen wollen wir auf keinen Fall, da finde ich Eure Idee „ohne Geschenkbote“ sehr überlegenswert <3

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