[Frühchenkram] Der Elf und die Sonde

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Wir kommen gerade vom Kinderarzt, bei dem wir aus ganz aktuellem Anlass wegen der Trinkmenge und Gewichtszunahme des Elfen waren.
Als hätte es bei klein Bambi nicht gereicht, hat auch er Schwierigkeiten damit, an Gewicht zuzulegen. Im Gegensatz zu ihr behält er die meiste Milch zwar im Magen, ist von jeder Kleinigkeit aber so erschöpft, dass er es einfach nicht schafft ausreichend zu trinken.
Ich hatte daher Smstag schon mit der Schwester vom Bunten Kreis gesprochen, welche meinte, dass es vielleicht ganz sinnvoll sei, ihn vorerst weiter mit einer Sonde zu unterstützen.
Heute morgen sind wir dann direkt nach meiner ersten Therapiestunde (seit der Geburt des Elfen) zu unserer Ärztin gefahren, um das Problem mit ihr zu besprechen. Es hatte sich schon in der Klinik abgezeichnet, da er bei mehr als einem Stillversuch pro Tag jedes mal so erschöpft war, dass er seine Mengen nicht mehr geschafft hat.Gegen Ende war es sogar bei einem Stillversuch der Fall, weshalb ich letztendlich darum gebeten wurde doch nur noch abzupumpen.
Zu Hause ist nun allerdings der ganze Tagesablauf wesentlich anstrengender, als nur im Wärmebettchen zu liegen und ein paar Stunden am Tag bekuschelt zu werden. Schon allein die Tatsache, dass er eine große Schwester hat, die ihn ganz gerne weckt, raubt ihm einige Kräfte. Dazu kommen verschiedene Termine, Temperaturschwankungen, andere Flaschensauger,  Zahneinschuss und Keime/Bakterien die bekämpft werden wollen. Seit er nun vor kurzem krank war ist es ganz vorbei und er kommt aus seiner Erschöpfung überhaupt nicht mehr raus. Zu allem Überfluss kränkeln Bambina und er schon wieder, wodurch er einfach nur noch matschig ist.

Auch wenn seine aktuelle Trinkmenge gerade wirklich gering ist und seine Zunahme sich auf 5 Wochen betrachtet im aller aller untersten Bereich bereich befindet, fällt die Entscheidung zu einer Sonde nicht einfach mal so. Auf der einen Seite wäre es ganz sinnvoll ihn so lange zu unterstützen, bis er selbst auch tatsächlich die nötige Kraft aufbringen kann und auf der anderen Seite ist es ein Rückschritt, an den er eigentlich nicht erneut gewöhnt werden soll. Vor unserem Termin hatte er für die Uhrzeit schon ungewöhnlich viel getrunken und so wollte unsere Ärztin ihm noch mal die Chance geben es doch noch alleine zu schaffen.Bis Mittwoch warten wir ab, dann wird er erneut gewogen, seine Trinkmenge betrachtet und wenn es nicht besser sein sollte, bekommen wir ein Sondenrezept ausgestellt.
Da aktuell ansonsten aber kein Grund besteht um ihn stationär aufnehmen zu lassen, wird alles ambulant laufen und ich werde lernen müssen, ihm eine Sonde zu legen. Donnerstag sind wir so oder so tagesklinisch zur Frühchennachsorge in der Poliklinik, wo es mir dann auch direkt bei diesem Anlass beigebracht werden würde.
Noch hoffe ich, dass es doch gar nicht so weit kommen wird… da ich allerdings gesehen habe, wie wenig er über den restlichen Tag verteilt getrunken hat, sehe ich mich schon mit dem grünen Schläuchlein in der Hand am Kopf meines Kindes stehen. Schon allein bei dieser Vorstellung zieht sich alles in mir zusammen… mein armes kleines Baby 🙁

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