Ich lieber unser Einschlafritual <3

Wuhu, klein Bambi ist vorhin doch tatsächlich zum ersten Mal ohne ihren Schnulli eingeschlafen. Um genau zu sein, hat sie noch nicht einmal danach gefragt o.O
Auch über den heutigen Tag, hatte sie ihn nicht im Mund. 2x hat zufällig ihre Schnullerkette gesehen und dann danach gefragt, doch nachdem ich ihr erklärte, dass sie ihn doch gar nicht braucht, hat sie vergnügt weitergespielt.

Gerade war sie kurz wach und weinte. Normal hätte ich ihr ihren Nucki gegeben und sie hätte sich umgedreht und wäre direkt wieder in ihren Träumen versunken. Doch ich wollte ihn ihr so lange nicht geben, bis sie selbst danach fragt. Ebenso beim Einschlafen, hätte sie gefragt und ihn auch nach einer Erklärung noch gewollt, hätte sie ihn bekommen. Denn ich bin überzeugt davon, dass jedes Kind seinen eigenen Rhythmus hat und sich immer weiter entwickelt. So auch mit dem Schnulli, wenn die Kleinen so weit sind, ist es okay, doch vorher möchte ich sie nicht dazu drängen.

Mir ist klar, dass es morgen schon wieder ganz anders aussehen kann, doch ich denke die ersten Schritte in Richtung der Schnullerfreien Zeit sind gemacht 🙂

Doch wie ich letztens schon auf facebook angekündigt hatte, möchte ich Euch gerne von unserem „neuen“ Einschlafritual erzählen. Neu, passt in diesem Zusammenhang nur nicht wirklich, da wir bisher kein richtiges hatten und sie mal so & am nächsten Tag schon wieder ganz anders geschlafen hat. Bücher, Lieder, Auto fahren, lange mit ihr kuscheln… ja zwischendurch durfte sie sogar mit dem Fernseher einschlafen, doch alles hielt nicht lange an. Stolz bin ich nicht darauf, aber wenn man selbst einfach nur noch müde ist und das Kind einfach nicht schlafen möchte, greift man zu FAST allen Mitteln…

Und wie kam es jetzt? Wie so vieles, hat es sich einfach so ergeben und funktioniert nun schon gut eine Woche so. Eine von ihr vorgegebene Idee, die ich direkt ergriffen und bisher scheinbar erfolgreich umgesetzt habe.
Nach dem Abendessen putzen wir gemeinsam mit dem Papa die Zähne (& hier muss ich erwähnen, dass dieser Punkt leider nicht jeden Abend funktioniert), anschließend bekommt sie eine frische Windel und ihren Schlafanzug. Dann legen wir uns gemeinsam in unser Bett, denn wir haben festgestellt, dass sie einfach nur bei uns einigermaßen ruhig schlafen kann und lieben das Familienbett mittlerweile sehr. Einschlafen ohne in unseren Armen zu liegen haben wir bisher noch nie hinbekommen, doch es stört mich nun auch nicht wirklich. Im Gegenteil, wir genießen die Kuschelzeit sehr!

Während klein Bambi in unseren Armen liegt & entweder ein Lichtschimmer von außen ins Zimmer fällt, oder wir ihr Mauslicht leuchten lassen, singen wir unser Abendgebet. Ein kleiner Vers, der uns schon durch unsere Kindheit begleitet hat.

Breit aus die Flügel beide,
o Jesu, meine Freude,
und nimm dies Kindlein an,
mag Satan mich verschlingen,
so lass die Engel singen:
Dies Kind soll unverletzet sein.
Ameeeeeen (^^)

Mittlerweile kennt die kleine Maus ihn schon so gut, dass sie bei manchen Wörtern mit einstimmt, oder sie sogar ohne uns einfügt. Ganz wichtig ist ihr immer das „Amen“ am Ende, welches immer sehr in die Länge gezogen wird 😉

Anschließend frage ich sie nach ihrem Tag, woraufhin sie direkt begeistert beginnt davon zu erzählen. Immer wieder frage ich bei ein paar Worten nach, ob es denn so und so war, was direkt begeistert bejaht (wie schreibt man das?^^) wird. Während sie davon erzählt, setzt sie sich häufig hin, schaut uns an und quietscht & hüpft vor Freude. In dieser Zeit darf sie noch wild zwischen uns umher toben, oder neben mir, wenn der Papa zu viel lernen muss.
Wenn sie fertig mit ihrer Schilderung fertig ist, sagen wir dem Tag noch tschüß und legen uns kuschelnd nebeneinander. Sie mit ihrem „wauwau“ im Arm und mit IHRER Bambi-Decke zugedeckt, ein sehr sehr wichtiger Punkt. Meistens hampelt sie noch ein wenig rum und wirft sich durchs halbe Bett, bis sie ihre Schlafposition gefunden hat… manchmal erzählt sie auch noch mal ihre wichtigsten Erlebnisse und schläft dann nach einer meist recht kurzen Zeit ruhig ein 🙂

Das Gespräch läuft dann in etwa so ab:

„Was hast Du denn heute alles gemacht mein Schatz?“
„Hase Tante gragra“
„Oh Du warst mit der gragra bei dem Hasen?“
„Jaaaaaa wauwau Hund Katze Oma“
„Und die Oma war auch dabei?“
„Oma, Opa ballda zu“
„Oh war der Bulldog zu?“
„Ballda zu“
„Und was hast Du noch gemacht?“
„Oma Saufel smissen“
„Ja Du hast Erde zu dem Baum geworfen, oder?“
(hat mit Oma einen Baum gepflanzt)
„Erde smissen Wasser“
„Gegossen habt ihr ihn auch, ich weiß :-)“
Essen Boden fallen wääääh
(sie musste sich übergeben und erzählte es tagelang entsetzt)
„Dein Essen lag auf dem Boden, das war schlimm für Dich stimmts mein Engel?“
„Essen Boden falleeeeeen :-(„
„Ich weiß mein Schatz… was hast Du denn sonst noch gegessen?“
„Nane/Birne/Apfel/Obst“
„Hast Du auch noch was anderes gegessen?“
„Mhmmmmm… gragra Eis leer“
„Oh Du hast ein Eis von der gragra bekommen?“
„Eis leer lade“
„Das Eis ist leer ja und Du hast ihr ihre Schokolade geklaut Du Dieb^^“
„Auto Auto Auto faaaahn“
„Das war heute ganz toll oder?
„Auto faaaaaaahn hutschen“
„Und gerutscht bist Du auch noch?“
„bielen“
„Gespielt hast Du? Oh hattest Du einen langen Tag, sagen wir ihm nun noch tschüß?“
„düüüüüüüüüüüüß“

So oder so ähnlich läuft es nun je nach Tag jeden Abend bei uns im Bett ab & das Beste dabei ist, dass die Dinge die sie erzählt auch noch stimmen.
Hach, mein kleinens Baby wird groß <3

5 comments

  1. Oh toll ich liebe es solche Kleinkind-Dialoge zu führen. <3 Mia erzählt mir auch immer was sie geträumt hat (immer das selbe angeblich *lach*) euer Ritual ist sehr schön. Toll dass das Einschlafen nun besser klappt *für euch auf Holz klopf* 😉

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