Mein Weg zurück in den Alltag

Wie manch treuer Leser sicher schon bemerkt hat, hat die Anzahl meiner Artikel in letzter Zeit stark abgenommen. Ich versuche Tag für Tag Worte aufs virtuelle Papier zu bringen und scheitere doch jedes Mal wieder neu an meinen Fähigkeiten. Sowohl die Depression und die Hormone, als auch die Neuroborreliose setzen mir momentan ziemlich zu und ich würde meine Tage am liebsten durchgehend im Bett verbringen. Ein Buch nach dem nächsten verschlingend abwarten, bis es mir besser geht und den Rest der Tage einfach nur schlafen. Das geht natürlich nicht, immerhin gibt es da klein Bambi, die beschäftigt werden möchte und auch sonst tut es einfach nicht gut, vor sich hin zu vegetieren. Also versuche ich mich immer wieder, mit meinen eigenen Worten über die innere Kraft zu motivieren und lebe den Alltag so gut es geht.
Nun möchte ich hier nicht immer wieder negative Zeilen schreiben und habe oft nicht die Kraft dazu, längere Texte zu tippen. Meistens stehe ich morgens mit meinem Mädchen auf und gehe abends wieder mit ihr schlafen. Natürlich ist mein Reallife erst mal wichtiger und steht ganz oben an erster Stelle, doch dieser Blog mit all meinen Gedanken, den tollen Menschen und lieben Worten ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich regelmäßig traurig bin, ihn nicht so zu füllen, wie ich es gerne möchte.

Manch einer kann es sicher verstehen und andere werden sich fragen, wo genau denn nun mein Problem liegt… ganz einfach, momentan möchte ich mehr machen als ich tatsächlich kann und bekomme immer wieder meine Grenzen aufgezeigt. Nicht schön, aber auch nicht übermäßig schlimm. Ich muss nun einfach neue Strategien für mich finden, um damit umzugehen und mich nicht zu Boden werfen zu lassen.
Ich habe nicht vor, mein Herzensprojekt als Jammerplattform zu verwenden, möchte aber auch nicht verschweigen, dass ich eben nun mal chronisch krank bin und seit Jahren dagegen kämpfe. Genau aus diesem Grund und weil mir gerade danach ist, hinterlasse ich hier heute diese Worte. Ich möchte weder Mitleid noch sonst etwas damit bezwecken, sondern einfach ich selbst sein.

Viel befindet sich gerade im Umbruch, mein Held steht kurz vor den nächsten Klausuren und ich habe mir bei patzigen MTA’s Termine bei Ärzten gemacht, zu denen ich schon vor 1,5 Jahren gemusst hätte. Eine ganze Weile ging es mir so, dass ich viel lag und nun ist es an der Zeit, die verlorene Kraft und Zeit wieder aufzubauen & aufzuholen.

Ich muss mich also in mein für mich normales Leben zurück kämpfen und das ist schwerer als gedacht.

3 comments

  1. Ich wünsche dir all die Kraft die du brauchst, um in deinen Alltag zurück zu finden und deinen Weg zu gehen und lese dich gern, egal, was du hier schreibst. Ich habe gern teil an deinen Worten.
    Liebe grüße von mir.

  2. Stresse dich nicht mehr als nötig, vor allem nicht mit deinem Blog. Wenn da ein paar Wochen keine Beiträge kommen, dann ist es eben so, die meisten Leser sind geduldig 🙂
    Nimm dir nicht zuviel auf einmal vor, gerade an den Tagen, an denen es dir scheinbar besser geht, die Enttäuschung am Abend, wenn die Kraft nur für ein oder zwei Dinge gereicht hat, frustriert nur unnötig. Mach dir Pläne für die wirklich wichtigen Dinge wie Arzttermine oder Behörden, alles andere kann warten. Verbringe wirklich mal einen ganzen Tag lesend im Bett, Bambi ist mittlerweile alt genug, das schadlos zu überstehen.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und gute Besserung!
    Pass auf dich auf *knuddel*

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