nach der Spende ist vor der Spende

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Ich habe es letztens doch tatsächlich nach unzähligen Woche mal geschafft, die sortierte Kleidung auch zu spenden. *stolz auf mich*
Ich hatte ziemlich streng sortiert, welche Kleidungsstücke die Kleiderkammer der Caritas bekommt & welche in Säcken an die Malteser gehen. Um genau zu sein haben die Malteser die schlechtere Kleidung + Schuhe bekommen & die Caritas den Rest.
Viele neue und selten getragene Teile, teilweiße auch Marken, die ich im Ausverkauf super günstig erstanden hatte. Doch da ich in der Schwangerschaft so schnell so viel zugenommen habe, wechselte ich meine Konfektionsgrößen zu häufig, dass alles kaum getragen werden konnte. Einige Teile sind auch noch aus der Zeit vor der Schwangerschaft, doch da ich das Haus sehr selten verlasse & zu Hause nur in bequemen weiten Sachen rumlaufe, sind auch diese noch gut erhalten.

Ein paar T-Shirts habe ich eine Freundin vermacht und den Rest nun endlich gespendet. Meine Schwester hat mich fast für verrückt erklärt, denn sie kauft/verkauft ihre Kleidung regelmäßig bei Kleiderkreisel und ich spende meine einfach, obwohl wir jeden Cent so gut gebrauchen könnten. Für mich kam ein Verkauf aber einfach nicht in Frage, denn ich helfe gerne anderen Menschen und nehme sehr ungern Hilfe an, wenn ich keine Gegenleistung erbringen kann.
Da wir von der Caritas nun wirklich schon sehr viel Hilfe erhalten haben, es uns finanziell aber leider nicht möglich ist gezielt etwas zu spenden, mache ich es auf diese Art. In nächster Zeit kommen noch ein paar Möbelstücke und weitere Kleidung dazu.

Abgegeben habe ich den Korb bei einem freundlichen älteren Herren, wobei ich zugeben muss, dass ich Angst vor älteren Männern habe. Er fand es zumindest ganz toll und bat mich, mit in den Verkaufsraum zu kommen, um mein Wännchen wieder entgegen zu nehmen. Es war ein sehr komisches Gefühl, das Geschäft zu betreten, die Preise zu sehen, eine Menge gute Kleidung zu spenden und insgeheim denken „theoretisch wären wir auch berechtigt hier zu kaufen“. Ich war nur im Eingangsbereich, doch da stand schöne Weihnachtsdeko, für so niedrige Preise, dass selbst wir sie uns leisten könnten. Aber es nützt alles nichts, ohne diesen Schein haben wir offiziell kein Anrecht, obwohl wir theoretisch sogar bedürftig wären.
Doch einen Vorteil hat das Ganze. Es macht mich wahnsinnig stolz, dass wir unsere Sachen geben, um sie somit anderen Menschen ohne Geld zur Verfügung stellen zu können. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich zwar selbst kein Geld habe, aber trotzdem so viel gebe wie ich kann.

Ich werde es wieder tun, auch wenn keine Spende der Welt meine Dankbarkeit ausdrücken könnte.

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Es macht mich glücklich zu wissen, dass ich anderen mit meiner Spende vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte.
Dass sich jemand anderes vielleicht über eines meiner Lieblingsteile freut.
Und es macht mich glücklich zu wissen, dass ich etwas gutes getan habe 🙂

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