Notfallambulanz mit klein Bambi.

Bildschirmfoto 2013-09-14 um 00.33.10

Da Bambinchen auf dem Badboden saß, obwohl sie eigentlich gewickelt werden sollte, reichte ich ihr meine Hand & zog etwas an. Nur ein klein wenig, denn durch den leichten Zug zieht sie sich für gewöhnlich selbst hoch und stellt sich hin. Doch an diesem Abend war alles anders. Bambinchen wollte nicht aufstehen und beugte sich nach hinten… in diesem Moment spürte ich ein knacken in ihrem Arm und bekam einen halben Schock.

Schnell nahm ich das Kind auf den Arm. Während ich mir noch dachte, dass es scheinbar nicht weh getan hat, weil sie sonst doch weinen würde, brach sie bitterlich in Tränen aus. „Aua“ sagend deutete sie auf ihre Hand und ich bekam es mit der Angst zu tun… hatte ich ihr nun das Handgelenk gebrochen????
„Ganz ruhig, ist bestimmt nichts schlimmes & sie beruhigt sich bestimmt gleich wieder.“ Also versuchte ich sie zu trösten, suchte erfolglos mit ihr ein Eis und verließ unsere Wohnung. Zwischenzeitlich hatte sie sich ein wenig beruhigt und ich war wieder guter Dinge. Gemeinsam gingen wir zum Bambipapa, der dann feststellte, dass sie weder ihren Arm bewegte, noch nach etwas griff. Wir hielten ihr Schokolade hin, doch so sehr sie es auch versuchte, sie konnte den Arm nicht heben & fing wieder an bitterlich zu weinen.

Kurzerhand beschloss ich zu meiner Mama zu gehen, denn ich war mir sehr unsicher, ob wir mit ihr in die nächste Chirurgie konnten, oder in die um einiges weiter entfernte Kinderklinik fahren müssten. Sie beruhigte mich erst mal in dem sie sagte, dass es doch auch das Radiusköpfchen sein könne… das wisse ich doch. Natürlich wusste ich das, doch darauf wäre ich in dem Moment niemals gekommen. Nachdem ich wirklich sehr aufgelöst war, bat sie uns an, dass sie uns ins Krankenhaus fahren könnte & kurze Zeit später saßen wir auch schon in ihrem Auto.

Im Krankenhaus angekommen musste die Oma auch überall mit hin, denn Bambinchen wollte alle um sich herum haben die ihr wichtig sind & anwesend waren. Das arme Kind hatte nun schon ganz rote Augen und „Weinpünktchen“ von den vielen Tränen. Kurz nachdem der Arzt ins Behandlungszimmer kam, gab es auch schon die erste Entwarnung… es war NICHTS gebrochen. Der Arzt war sehr lieb zu ihr & hatte eine sehr sympathische Ausstrahlung. Zum Glück, denn ich habe dort auch schon ganz andere Ärzte erlebt. Er untersuchte Bambinchens Arm und versuchte anschließend das Radiusköpfchen wieder einzurenken. Das aaaaaarme Kind 🙁
Sie weinte so sehr vor Schmerzen, dass es mir mein kleines Herzchen fast zerriss, man leidet ja immerhin mindestens genauso sehr mit…

Nachdem der Arzt uns alles sehr genau erklärt hatte und meinte, dass es jetzt eigentlich sehr schnell wieder besser werden müsste, versorgte er erst mal einen anderen Patienten. Wir sollten in dieser Zeit ein wenig beobachten, ob sie ihren Arm denn wieder bewegte… denn das tat sie eben nicht. Einige Zeit später kam er zurück, doch besser war es leider immer noch nicht. Also schaute er sich den Arm erneut genau an & während er gerade versuchte ihn ein zweites Mal einzurenken sagte er, dass ihr das was er jetzt tut nicht mehr weh tun dürfte. Kaum hatte er fertig gesprochen hörten wir den schlimmsten Aufschrei, den wir von unserer kleinen Minimaus bisher gehört hatten…

Somit verordnete er uns 250 mg Paracetamol und gab uns gleich 2 Zäpfchen mit. Wir sollten nun die Nacht abwarten, doch am nächsten Tag müsste es deutlich besser sein, sonst sollen wir doch bitte zum röntgen kommen. Er wünschte uns alles Gute und Bambinchen winkte ihm sogar zum Abschied. Zur Belohnung für ihre Tapferkeit hatten wir ihr noch schnell ein Eis gekauft und wollten anschließend einfach nur noch nach Hause.

Zu Hause angekommen kuschelten wir uns mit ihrem Lieblingsfilm (Robin Hood) gemeinsam in unser Bett & hofften auf eine schnelle Wirkung des Zäpfchens und anschließenden Schlaf. Doch daran war nicht zu denken. Durch das Paracetamol wurde sie so überdreht, dass sie nur noch am rumalbern war. Dabei vergaß sie immer wieder ihren schmerzenden Arm und somit begann das Weinen von vorne 🙁

Wir hatten schon fest damit gerechnet, dass sie nun wirklich geröngt werden wird, doch Gott sei Dank war „nur“ ein weiteres & somit 3. Mal Einrenken nötig. Kurz darauf war ihre Welt wieder in Ordnung und unser kleines Mädchen ist wieder wie eh und je 🙂

6 comments

  1. Oh Gott, ich bin auch gespannt wann wir das erste Mal ins Krankenhaus müssen.
    Es ist ja immer schrecklich, wenn den Kleinen was fehlt, aber dann so was richtig Schmerzhaftes.
    Aber schön, wenn es ihr wieder gut geht. 🙂

  2. Oh wei, was für ein Schock!!!! Die arme Kleine (und ihr natürlich auch). Muss der Horror sein, sie so leiden zu sehen. Aber gut, dass es jetzt wieder besser ist. Puh!

Sag mir Deine Meinung :)

%d Bloggern gefällt das: