#Planänderung – Schmetterlingsfamilie im Wandel der Zeit

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Hier ist es gerade ein wenig ruhig, denn wir sind immer noch und ich hänge, wenn ich nicht gerade schlafe meinen Gedanken nach.
Bambinchen erholt sich nun nach 1,5 Wochen krank sein endlich und auch mir geht es nach und nach ein Stückchen besser. Mein Held ist noch bis Dienstag krank geschrieben und ich werde sehr bald Eure Kommentare beantworten 🙂

Das Bild mit meinem Patenkind entstand vor 1,5 Jahren, als ich es mir kurz „geborgt“ hatte um zu sehen, wie es ist mit Kleinkind und Baby unterwegs zu sein. Obwohl er ein Junge und nicht mein eigenes Kind ist, habe ich die Zeit sehr genossen und hätte ihn gerne noch ein bisschen länger bei mir behalten. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl, das mich mit so viel Glück überflutete, dass ich mir gut vorstellen konnte irgendwann tatsächlich weitere Kinder zu bekommen. Wäre die Schwangerschaft mit klein Bambi nicht so traumatisierend gewesen, wäre die Entscheidung schon sehr viel früher sehr leicht und schnell gefallen, doch so ist das Thema nicht so einfach.
Eigentlich wollte ich zwischen meinen Kindern einen Abstand von ca. 18 Monaten. Für mich klang dieser Plan einfach perfekt und da ich schon immer Kinder wollte, stand der Umsetzung abgesehen von meiner eingeschränkten Fruchtbarkeit nichts im Weg. Fünf oder sechs kleine Minimenschen sollten es werden, mit kleinem Häuschen, Tieren und einem groooooßen Garten. Das ist seit 2 Jahren die Vorstellung meiner Zukunft… ein wenig alternativ, ökologisch korrekter und vor allem voll Liebe für die ganzen Kinder und Tiere um uns herum. Ein buntes, lebhaftes treiben und inmitten des Trubels stehe ich all meinen Lieben mit Rat und Tat zur Seite.

Auch wenn es heute meine Wunschvorstellung ist, war das nicht immer so. Mama wollte ich sehr jung werden, am liebsten spätestens mit 18 und dann 2-3 Kinder, so dass wir in die Gesellschaft passen. Schicker Kinderwagen, trendiger Sitz, klasse Auto und immer gut gekleidet, Latte-Macchiato-Mutter eben. Mein Kind sollte nie mein Püppchen sein, doch ich wollte einen eleganten Eindruck vermitteln – junge Mama, die mit beiden Beinen fest im Leben.
Der Wandel kam mit klein Bambi und den traumatischen Vorfällen, mir wurde noch mal ganz hart gezeigt was im Leben wirklich wichtig und was nur unnötiger Ballast ist. Wenn das Leben ein Schauspiel ist, kann man nicht frei sein und zu sich selbst finden, – ein sehr wichtiger Schritt in der persönlichen Entwicklung.
Durch diesen Wandel hat sich auch meine Lebens- & Familienplanung vollkommen verändert. Was Kinder betrifft, musste ich lernen, dass alles anders kommt und man nicht zu sehr an seinen Plänen festhalten sollte. Auf Bambinchen mussten wir fast 2 Jahre warten und nun ist sie auch schon 3 Jahre alt. Der gewünschte Altersunterschied ist lange überschritten und auch heute kann ich nicht sagen, ob und wann es ein oder mehrere Geschwisterchen geben wird, denn das liegt nicht in meiner Hand.

Häufig denke ich daran, wie erfüllend mein Alltag mit Bambinchen ist und frage mich, ob ich überhaupt genug Platz für weitere Kinder gelassen habe. Uns verbindet etwas ganz besonderes und sie ist so unbeschreiblich viel für mich… lässt sich dieser Zustand problemlos erweitern?
Doch dann kommt wieder der Wunsch nach meiner kinderreichen Familie und Zwillingen auf und ich vermisse diese ungeborenen Kinder sehr.

Vielleicht sollte man nicht so viel darüber nachdenken und planen, sondern einfach machen und abwarten was passiert. Wenn es etwas gibt, das sich nicht planen lässt, dann sind es die Kinder! 😉

#Planänderung

6 comments

  1. Das hast Du schön gesagt: planen kann man eben nicht alles – schon gar keine Kinder. Und vielleicht ist das auch gut so. Ich denke manchmal: wenn ich zu einem anderen Zeitpunkt schwanger geworden wäre, dann wäre jetzt nicht die Motte bei uns, sondern ein anderes Kind – und das will ich mir gar nicht vorstellen – denn unsere kleine Motte passt doch einfach perfekt zu uns. Alles im Leben passiert zum richtigen Zeitpunkt – davon bin ich irgendwie überzeugt…

  2. Guten Abend!
    Ich würde dir gern meine kleine Geschichte erzählen.
    Als ich 20 Jahre alt war, wurde mir beim Gynäkologen gesagt, dass ich keine oder wenn dann sehr schwer Kinder bekommen könne. Mein Lebensplan mit bis zu sechs Kindern hatte sich ausgeträumt, noch bevor er richtig angefangen hatte. Ich bin Erzieherin und täglich mit Kindern zusammen gewesen, es war sehr schwer für mich zu der Zeit auf der Arbeit.
    Mit 24 lernte ich meinen Mann kennen, sechs Monate später war ich ungeplant schwanger. Mein Mann hat Depressionen, für viele Männer typisch mit vielen Aggressionen, diese äußerten sich in viel herumbrüllen und Dinge kaputt machen. Wir sind durch super harte Zeiten gegangen und unsere Ehe hat es nicht geschafft, aber ein Jahr bevor wir uns trennten, beschlossen wir lieber doch keine Kinder mehr zu bekommen. Drei Jahre hatten wir es versucht, aber mein Körper wollte es nicht. Als wir es beschlossen war ich bereits schwanger ohne es zu wissen.
    Versuch nicht immer daran zu denken, die Mäuse kommen wann und wo sie es für richtig halten. Bei uns liegen 4,5 Jahre dazwischen, mal traumhaft, mal furchtbar. Ihr schafft das!

    1. Liebe Astrid,

      danke für Deine lieben und aufmunternden Worte!
      Ich musste in den letzten 6 Jahren häufig feststellen, dass man zwar viel planen kann, es aber doch meistens anders kommt, als gedacht.
      Daher plane ich das Meisten wenn überhaupt nur noch im Groben und alles andere wird zu seiner Zeit passieren. Mit dieser Einstellung lebe ich inzwischen ganz gut und ich bin sehr froh darüber, dass ich auch wenn meine Wünsche bisher nicht nach Plan in Erfüllung gegangen sind, nich verkrampft darum trauere 🙂

      Alles Liebe Dir und Deiner Familie 🙂

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