Remember the times #5

77640-rtt Susanne von dem blog mami-made ruft zu ihrem 5. „Remember the times“ auf & dieses mal mit einem wirklich emotionalen Thema:

Die Großeltern

Doch ich schreibe heute nicht über Bambi´s Omas & Opas, da sie eigentlich nur mit einer Oma so wirklich etwas zu tun hat.
Nein, ich schreibe über ihren Uropa, der durch sein kleines Enkelchen noch mal so richtig aufgeblüht ist und die Kleine abgöttisch geliebt hat.

opa

Es sind diese Bilder, die man gesehen haben muss, um die „Magie“ dahinter zu sehen.
Meinem Opapa ging es nicht besonders gut. Er hatte in den letzten 4 Jahren 2x Darmkrebs, eine Lungenembolie und Koma mit Herzstillständen hinter sich. Demnach hatte er auch ziemlich abgebaut und wir haben während der ganzen Kinderwunschzeit & Schwangerschaft so gehofft, dass er Bambinchens Geburt noch erleben darf.
Er war so unglaublich glücklich, als er davon erfahren hatte, dass er ein kleines Enkelchen bekommt und kam uns auch direkt 2 Tage nach der Geburt im Krankenhaus besuchen. Davon gibt es auch so schöne Fotos, doch leider nicht auf meinem Laptop. Wie stolz er damals war, wie selig er das kleine Mädchen angelächelt hat, wie glücklich er war!

Mein Opapa war ein sehr ernster Mensch, der nicht viel gelacht hat, doch kaum gab es Bambinchen, sah man ihn ständig lachen!
Durch sein kleines Mädchen wurde aus meinem ernsten leidgeprägten Opapa plötzlich ein lustiger und lebensfroher Mensch. So oft es ging, stattet er der Kleinen einen kurzen Besuch ab und schob stolz ihren Kinderwagen. Brachte uns Obst für sie, welches er zuvor  persönlich gepflückt hatte und war immer darauf bedacht, dass es ihr gut geht.
Auch sie hing unheimlich sehr an ihm.
Bambinchen und ihr Opa – eine wahre Liebe <3

Ende 2012 ist er schwer gestürzt und wir hatten da schon Angst, dass er es nicht schaffen würde.
Immer wieder schloss er seine Augen, doch bis der Krankenwagen kam, mussten wir ihn unbedingt wachhalten.
Irgendwann lies ich mir unser kleines Bambinchen bringen, am Anfang war ich mir noch unsicher, doch dann wurde mir bewusst, dass sie sich später nicht daran erinnern würde. Sie sollte dafür sorgen, dass er wach bleibt und hoffentlich auch seinen Willen stärken.
Kaum war sie da plapperte sie auch schon wie immer mit ihrem Opa und er? Er schaute sie durchgehend an und schloss die Augen nicht mehr.

Während er Anfang des Jahres starb, erzählte ich ihm ein letztes Mal von ihr.
Sagte, dass sie ihren Opa doch braucht und er sie doch noch aufwachsen sehen will… doch leider war es für ihn an der Zeit zu gehen.

Ja er hat sie geliebt und sie ihn.
Ich bin unvorstellbar stolz darauf, dass er mein Opapa war und er unser kleines Bambinchen noch kennenlernen durfte!
Du fehlst uns!!!

5 comments

  1. Das hast du wunderschön geschrieben.
    Mir sind die Tränen gekommen, so hat mich deine Geschichte gerührt.
    Solche Gedanken mach ich mir bei Paulinas Urgroßeltern auch immer, sie sind schon 84 und man merkt ihnen ihr Alter und was die schon durch haben langsam an. Sie lieben sie auch abgöttisch und würden Alles für sie tun.
    Ich hoffe, dass ihnen noch ein paar Jahre mit ihrer Ur-Enkelin bleiben.

Sag mir Deine Meinung :)

%d Bloggern gefällt das: