[Rückblick] Lebenszeichen bei 26+0

Kein Lebenszeichen von uns? Dass es hier zeitweise wenig zu lesen gibt, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Doch in den vergangenen Tagen war ich wirklich nicht ansatzweise in der Lage, abgesehen von instagram kürzere oder auch längere Texte zu verfassen. Ein turbulente Zeit liegt hinter uns und die kommenden 3 Monate werden nicht leichter werden, doch irgendwo in mir weiß ich, dass wir es gemeinsam als Familie schaffen werden!
Aber nun der Reihe nach:
image

Heute (musste ich die Uniklinik gegen ärztlichen Rat auf eigene Verantwortung verlassen, da sich die ständig wechselnden Assistenzärzte einfach nicht einig werden, ob die Betreuung gelockert werden kann, oder ob ich direkt und sofort stationär bleiben muss.
Gestern hieß es zwar, dass es so gemacht wird wie die Leitung sagt, man meinen „Deal“ mit ihr – solange wie möglich ambulant zu bleiben – aber nicht kenne & sie gerade nun mal nicht da ist, weshalb jemand anderes das sagen hat. Der sogenannte „Deal“ war zwar eher, dass sie es am vernünftigsten und stressfreiesten für mich empfand, mich eben nicht auf unbestimmte Zeit aufzunehmen…. aber was solls.
Mit der „schlechtes Gewissen“-Tour kann ich dagegen so gar nicht und so kam es wie es kommen musste –> Lena emotional vollkommen mitgenommen am CTG, ohne zu wissen, was zu tun ist.
Mein Held war nicht erreichbar, die vorlesetante hat mit Bambina keinen Parkplatz gefunden und ich war am verzweifeln. Doch mal ehrlich, in der einen Woche heißt es, dass keine Lungenreife notwendig ist und man den Abstand vielleicht auf 14 Tage erhöht und 7 Tage später will man mich wegen einem nicht passenden Blutdruckwert aufnehmen?
Immerhin sollte ich nun die Lungenreife bekommen, um auf alles vorbereitet zu sein. Da mein Held morgen seine Nachklausur schreibt, fragte ich ob man gerade noch bis zum übermorgigen Nachmittag warten könne, was verneint wurde. Bis zum nächsten morgen, um Bambi vorzubereiten? Auch das war ihr zu riskant und so entschloss ich mich nach einigem Gedankenwirrwarr dafür, auf eigene Verantwortung und gegen ärztlichen Rat zu gehen.
Die Elfe war zwar etwas weniger gewachsen, lag aber noch in ihrer Kurve. Der Doppler war wie immer und auch beim CTG zeigte sich die Elfe von ihrer guten Seite.

Nach meiner Unterschrift wurde noch ein Gestoselabor gemacht und ich bekam die erste Spritze für die Lunge unseres Kindes. Die beginnenden Kopfschmerzen nahm ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ernst und die Ärztin war in dem Moment unten durch, als sie damit kam, dass unsere Elfe ja sterben könne. Wir legen seit bald 17 Wochen mi dem Wissen, dass etwas nicht stimmt und die Gefahr einer Todgeburt hoch ist. Fast 4 Monate, in denen wir uns mit sämtlichen Eventualitäten auseinandersetzen mussten, da lasse ich mich sicher nicht mit diesen Worten verrückt machen…. getroffen haben sie trotzdem…
Die Spritze selbst war etwas unangenehm, aber gut auszuhalten – Probleme hatte ich sonst allerdings keine weiteren damit.
Ich bin gespannt wie es morgen werden wird, wenn ich zur zweiten Spritze in die Ambulanz muss…

4 comments

  1. Ach liebes! Ihr habt so gekämpft!
    Der kleine Elf kämpft noch immer so!
    Ich glaube, dass es so gekommen wäre, wie es gekommen ist. Egal, ob du direkt dort geblieben wärst oder es so getan hättest, wie du gehandelt hast.
    Ich drücke euch alle erdenklichen Daumen und schließe euch alle in die Gebete ein. Die Kerze brennt täglich und ich wünsche so sehr, dass alles gut wird.
    Liebe Grüße deine Katha💜

  2. Versuch nicht an die dämlichen Prognosen und Bemerkungen der Ärzte zu denken, wenn es geht.
    Das sind die üblichen Machtspielchen und haben nichts mit dir zu tun.

    Konzentrier dich auf euch und darauf, dass es euch gut geht.

    Ich drück euch feste die Daumen und schick euch ein dickes Kraftpaket.

Sag mir Deine Meinung :)

%d Bloggern gefällt das: