Bambinchen <3

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Bambinchen – unser kleines Wunderkind

Jedes Kind ist ein Wunder und das Eigene ganz besonders, doch Bambinchen ist für uns mehr als nur ein „normales“ Wunderkind.
Sie ist das Kind, das wir uns immer gewünscht hatten, das Kind für das wir gekämpft und gelebt haben, das kleine Sorgenkind.

Es fing alles ganz normal an, zumindest ziemlich normal.
Bambinchen ist ein Kind, das durch eine Hormonbehandlung entstanden ist, da ich selbst keine Eisprünge bekomme.
Wir haben schon nicht mehr daran geglaubt, da ein Zyklus nach dem nächsten verstrich, ohne dass unsere Chancen stiegen.
Anfang Mai 2011 starteten wir in unseren vorerst letzten Zyklus und auch wenn es sich ein wenig klischeehaft anhört, wussten wir schon am Tag der Befruchtung, dass es dieses mal geklappt hat. Es war einfach anders als sonst. Normal war sofort das Gefühl da, dass man wieder enttäuscht sein wird… ein Schwangerschaftstest, obwohl man eigentlich genau wusste, dass nur ein Strich kommt.
Doch in diesem Zyklus war alles anders. Das Gefühl der Enttäuschung war nicht da, im Gegenteil, wir waren uns beide sicher, dass dieses mal ein kleines Wunder entstanden ist.

3+5 hatte ich es dann rosa auf weiß und konnte es trotzdem kaum glauben.
Mein erster Griff ging zum Telefon, um meine beste Freundin anzurufen. Ich kann mich nicht mehr erinnern was ich genau gesagt habe, aber sie und ihr Freund mussten mir bestätigen, dass da wirklich 2 Striche sind und ich es mir nicht nur einbilde, weil ich es mir so sehr wünsche.
Kurz darauf erhielt der Bambipapa eine Mail mit dem positiven Anhang & obwohl er arbeiten war kam ein überglücklicher Anruf.

Endlich hat es geklappt. Endlich wird unser größter Wunsch wahr <3
WIR BEKOMMEN EIN BABY!!!

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Ab diesem Tag führte ich auch ein tägliches Babytagebuch, um jedes Detail für die Ewigkeit festzuhalten.
Doch schon 4+0 begann das Bangen, denn ich bekam plötzlich unerträgliche Unterbauchschmerzen und rechnete bei jedem Toilettengang mit Blut.
Zum Glück bekam ich für den selben Tag noch einen Termin bei meinem Arzt, doch der konnte mir leider auch nicht viel sagen.
Ich solle doch bitte liegen, liegen, liegen und hoffen, dass es bleibt.
4+3 sah man dann schon eine Fruchthöhle im Ultraschall, doch die Schmerzen blieben und ich musste weiterhin liegen.
In der Zeit habe ich tatsächlich 1-3 Schwangerschaftstest am Tag gemacht, um sicher zu sein, dass das hcg nicht sinkt… um sicher zu sein, dass mein kleines Baby noch bei uns ist.
Die erste Zeit war ich dann wöchtenlich beim Arzt, bis er 9+5 am Geburtstag vom Bambipapa meinte, dass er denkt, dass sie über dem Berg ist & mir meinen Mutterpass gab.
Erleichterung, doch die Angst blieb und auch die strikte Anordnung, so viel wie möglich zu liegen.

11+3 mussten wir dann zum ersten Mal in die Notaufnahme, weil die Schmerzen kaum aushaltbar waren, 11+6 wieder bei meinem Arzt und 12+3 lag ich mit „vorzeitigen Wehen“ im Krankenhaus.
Offiziell heißt es in dem Stadium der Schwangerschaft noch nicht so,es ging nur noch darum, ob das Kind bleibt oder nicht.
Bettruhe, Tropf und Magnesium mehr konnte man nicht machen. Und immer wieder ein Ultraschall zur Beruhigung der besorgten Eltern.

Ab diesem Zeitpunkt zog es sich so durch, bis es ab 26+0 regelmäßig darum ging, ob sie nicht doch schon früher geholt werden muss.
Kind zu klein, unterentwickelt, unterversorgt, Herztöne zu schlecht…

In den letzten Wochen der Schwangerschaft hat sich unser kleines Bambinchen dann wie durch ein Wunder plötzlich berappelt und einiges aufgeholt.
Ihr ging es blendend, dafür ging es bei mir immer weiter abwärts, da mein Herz stark überlastet war.
39+0 kam sie durch eine primäre Sectio mit süßen 48 cm zur Welt.
Eine spontane Geburt war aus medizinischen Gründen nicht möglich, da es mindestens eine von uns beiden nicht überlebt hätte.

Lilypie Premature Baby tickers

Da war sie nun, unser ganzer Stolz! 
Nach all den Sorgen konnten wir nun endlich unser kleines Wunderkind in den Armen halten 🙂

vergl

Leider konnten wir die erste Zeit mit ihr nicht sehr genießen, da sie ca. 2,5 Stunden nach der Geburt plötzlich aufhörte zu atmen und den Kinderärzten übergeben wurde.
Gegen 20 Uhr haben wir sie zum ersten Mal für ein paar Stunden auf´s Zimmer bekommen & genau 6 Tage später lag sie auf der Säuglingsstation der Uniklinik.
In den ersten Monaten hatte sie in regelmäßigen Abständen ihre Atemaussetzer, ihre Sauerstoffsättigung sowie Herzfrequenz wurden überwacht und wir haben aus Angst einen Notfall nicht mitzubekommen kaum ein Auge zugemacht.
Zum Glück war der Bambipapa die ersten 2 Monate in Elternzeit und konnte mich wo es ging unterstützen.
In den folgenden Monaten waren wir wöchentlicher Gast bei unserer Kinderärztin, weil die Kleine keine Nahrung im Magen behielt und demnach erst an Gewicht verlor und dann nicht mehr zunahm.
Sie trug noch mit 4 Monaten Frühchenkleidung und wurde mit Pampers Micro gewickelt.

Lange Zeit war sie auch nach der Geburt noch unterentwickelt und lernte erst mit 10 Monaten, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen.
Um so stolzer sind wir nun, dass sich unser kleines Wunderkind von heute auf morgen plötzlich prächtig entwickelt und kurz vor ihrem 1. Geburtstag alles aufgeholt hat! 🙂

Ein besonderes Kind, mit einem besonderen Namen und einer besonderen Geschichte.
Unser Bambinchen <3

4 comments

  1. Ohjeh, da habt ihr ja ordentlich was mitgemacht. War sicher keine leichte Zeit. Und die Sorgen bleiben ja auch.
    Wie geht es Bambinchen denn heute? Ist sie ganz gesund?

  2. Das Leben ist ein Wunder!
    Wir können die Prozesse welche in der Schwangerschaft ablaufen ja überhaupt nicht vollumfänglich verstehen. Jeder Mensch der neu entsteht ist etwas ganz besonderes. Ich wünsche Bambinichen und euch noch eine wundervolle Zeit zusammen. Und es ist sooo schön zu lesen das sie sich so gut entwickelt. Und du weist ja bestimmt, das nur ganz besondere Eltern, ganz besondere Kinder bekommen…?!
    LG Sascha

  3. oh jeh, ich glaube jeder, der schon mal so ein kleines Wunder im Bauch hatte, kann mit dir mitfühlen. Es freut mich aber, dass es dem Bambinchen am Ende doch gelungen ist, sich durchzusetzen – man glaubt gar nicht, wie „stark“ so kleine Würmchen schon sein können. Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin alles Gute.

    lg kathinka

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