[selber machen] Fenster putzen

Weshalb klein Bambi so viel wie möglich selbst machen darf, liegt auf der Hand. Ich möchte, dass sie Spaß an ganz alltäglichen Aufgaben hat und das Gefühl bekommt, etwas geschafft zu haben. Erfolgserlebnisse sind wichtig, ganz egal wie alt man ist und wieso sollte man sie dann einem Kleinkind vorenthalten?
Nebenbei gewinnt sie an Selbstsicherheit, erlernt neue Fähigkeiten und fühlt sich in ihrer Individualität verstanden und akzeptiert.

So kam es, dass mein Minimädchen mir auch beim Putzen der Fenster helfen wollte. Da unser Wintergarten durch eine Balkontüre von der Wohnung abgetrennt ist, war sie das ideale „Fenster“ für klein Bambi.
Ich gab ihr einen eigenen Eimer, einen Schwamm und ein Abspültuch, so konnte sie sich entscheiden, was davon sie verwenden wollte.

Wie das nächste Bild zeigen wird, fand sie besonders den Schwamm ganz toll und begann direkt beherzt die Scheibe mit Wasser zu tränken. Stolz wie Oskar verband sie das Putzen mit dem Spiel und bereitete mir eine Menge Spaß beim Zusehen.
Anschließend war zwar nicht nur die Tür, sondern so ziemlich der komplette Boden nass, doch das war es mir definitiv wert.

Dass das Fenster letztendlich nicht wirklich sauberer war als zuvor, muss ich wohl nicht erwähnen. Allerdings ist mein Kind auch nicht meine Putzfrau und das Ziel war keine Arbeitserleichterung für mich, sondern ein weiterer Schritt in Bambina´s Entwicklung. Mir ist es wichtig sie in ihrer Persönlichkeit zu respektieren und sie dabei zu unterstützen, die Dinge zu lernen, die sie lernen möchte.
Egal ob kochen, Wäsche aufhängen, putzen, saugen oder backen – sie will einfach immer helfen und ich versuche sie, soweit es geht in all die vielen Kleinigkeiten mit einzubeziehen. Unser Fazit nach 3 Jahren Bambileben = Alltagsgegenstände sind doch einfach die besten Spielsachen! 🙂

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht.
Tu es nicht für mich, ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht enger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.“

– Maria Montessori (Kinder lernen schöpferisch) –

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