#OffTopic – Blogger und trotzdem ich selbst sein

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Blogger und trotzdem ich selbst sein… ein Thema, das mich aktuell sehr beschäftigt.
Ich schreibe seit inzwischen mehr als 6 Jahren auf verschiedenen Blogs und war schon unter unzähligen Namen zu lesen.
2013 rief ich letztendlich Elfenhimmel ins Leben und habe inzwischen einen Punkt erreicht, an dem ich mich auch voll und ganz damit identifiziere.

Doch was ist „Elfenhimmel„?
Wie wird und soll es weiter gehen?
Welche Richtung möchte ICH ganz persönlich weiter verfolgen?

Dieser Blog hier, das war durch und durch ich. Mit Leidenschaft, viel Liebe und Herzblut. Ich schrieb was mir gerade in den Kopf kam, saß fast jeden Abend am Laptop und hatte eine Menge Freude dabei. Damals war alles einfach… „anders“.
Heute dreht sich unser Leben hauptsächlich um die Besonderheiten unserer Kinder und die Mehrheit meiner Follower (auf Instagram und facebook) verfolgt meine Posts hauptsächlich wegen unserem Elfen.
Doch das bin nicht ich… nicht nur…! Und genau das wurde mir während meiner unausgesprochenen Blogpause bewusst.
Elfenhimmel soll wieder mehr ich selbst sein und ich Elfenhimmel… denn das war immer mein oberstes Gebot; ich bleibe ich und verbiege mich nicht für meine Leser!
Natürlich hat sich auch das „ich“ verändert und auch die Themen, die in meinem Kopf herumschwirren. Dennoch gibt es mich auch unhabhängig von unseren Kindern, ganz gleich ob es nun gelesen wird, oder nicht.


Kathrin von ÖkoHippieRabenmütter 

„Während das Jahr sich so langsam dem Ende neigt, bemerke ich, wie ich immer häufiger auf meine Statistik schaue.
Es stört mich, dass gerade in den letzten Wochen die Klicks zurück gegangen sind, weil meine Leute an den Feiertagen mit was ganz anderem beschäftigt sind. Mit ihrer Familie nämlich.
Meine Artikel werden weniger gelesen und ich erhalte weniger Zugriffe. „Jetzt müsstest du eigentlich mal wieder ’nen richtigen Knaller schreiben!“, denke ich noch, da kommt Bubba rein, will malen, oder Feuerwehr spielen. Und wie jedes Mal wenn das der Fall ist, schließe ich den Laptop oder lege das Handy weg.
Auch hier sind Ferien. Auch meine Kinder gehen nicht zur Tagesmutter. Auch meine Kinder genießen die Feiertage.
Es ist das erste Fest für mich als Freiberufler gewesen und ich habe mir keinen Urlaub gegönnt. Stattdessen habe ich an den Weihnachtstagen Notizen gemacht und Websites recherchiert, für die Kooperationen anstehen – und mich geärgert. Denn: meine Leser interessierte das nicht die Bohne.
Und wenn ich so in mich rein hörte, dann war da ganz viel Bedürfnis nach Ruhe und meinen Kindern und ganz wenig nach „online“. Also legte ich das Handy immer öfter weg, genau wie meine Leser, schrieb weniger und zuckte über die niedrigen Zahlen eben die Schulter. Blogger sein und trotzdem ich selbst bleiben, das wird mich in den nächsten Monaten meiner freiberuflichen, ersten Schritte sicher begleiten.
Mich und meinen Interessen nicht dem
Druck der Kooperationen zu beugen, nicht auf Knopfdruck reißerische Texte zu schreiben, nur wegen der Zahlen. Sondern bei mir und meiner Einstellung zu bleiben, weiterhin nur zu veröffentlichen, was mir liegt und – eben auch mal weniger zu arbeiten, zu schreiben und zu veröffentlichen, wenn ich dringend zum Feuerwehr spielen gebraucht werde.
Der Blog, das bin ich. Irgendwie. Und andersrum. Und bevor es philosophisch wird, lege ich lieber wieder das Handy weg und besinne mich auf das, was meine Leser gerade tun: Internet aus, Familienleben an. Denn das ist am Ende, was tatsächlich immer zählen wird.“

Danielle von Gewünschtestes Wunschkind

„Blogger scheinen sich (ganz grob) in zwei Gruppen zu teilen – diejenigen, die es genießen, durch den Blog ihr Leben mit anderen teilen zu können und diejenigen, die es vor allem schätzen, anonym in die Öffentlichkeit gehen zu können. Auf uns trifft definitiv letzteres zu – wir sind sehr zurückhaltend und hatten anfangs sogar ein Problem damit, dass unser Klarname im Impressum stehen muss.

Wen man bloggt, dann wird einem jedoch eins als erstes klar – mit am wichtigsten ist die Vernetzung. Also begann Snowqueen, auf Bloggertreffen zu gehen. Sie saß dort oft verloren an einem Tisch und beobachtete, wie die Blogger aus der ersten Gruppe angeregte Gespräche führten und miteinander lachten. Es fiel ihr schwer, mit anderen ins Gespräch zu kommen – wenn man schüchtern ist, dann sind solche Veranstaltungen eine extreme Herausforderung. Ich, Danielle, habe bis heute nicht den Mut gefasst, in die Öffentlichkeit zu gehen und auch Snowqueen hat beschlossen, die Bloggerevents auf die Blogfamilia zu reduzieren. An dieser Stelle möchten wir lieber wir selbst sein – und nicht Blogger.

Jetzt, wo unser Buch erschienen ist, kommen wir immer wieder in Situationen, in denen „professioneller Blogger“ zu sein, genau das Gegenteil ist von dem, was wir als „wir selbst“ tun möchten. Allein die Androhung von Interviews treibt uns den Schweiß auf die Stirn – wir hassen es zu telefonieren, von Fernsehkameras will ich gar nicht erst anfangen… Wir haben für uns die Lösung gefunden, Interviews nur schriftlich zu machen. Damit fühlen wir uns wesentlich wohler, weil man genau überlegen kann, wie man eine Frage beantwortet und nicht das Gefühl haben muss, sich zu verzetteln, zu verhaspeln oder Wesentliches zu vergessen. Lustigerweise hat sich herausgestellt, dass diese Form des Interviews auch für die Interviewenden relativ angenehm ist, da sie alle Gedanken schon kompakt zusammengefasst bekommen und sich das Schreiben sparen – quasi eine Win-Win-Situation für alle.

Um ehrlich zu sein – das Bloggersein hat uns nicht sehr verändert. Im Grunde fühlen wir uns auch gar nicht wie „richtige“ Blogger – denn ein Blog ist ja viel persönlicher und hat eher Tagebuchcharakter. Wir sind einfach Mamas, die die freie Zeit dazu nutzen, Informationen aufzuarbeiten und zu bündeln – etwas, das wir ohnehin sehr gerne tun. Daher fühlen wir uns nach wie vor eher wie wir selbst, als als Blogger.“

Carmen von Vegane Familien

„Ich fing vor etwa 2,5 Jahren mit dem bloggen an – und ging dabei wie viele durch Höhen und Tiefen. Von einem chaotischen „Ichbloggewannundwieichwill“ hin zum bloggen mit Redaktionsplan. Dann die Frage: „Wieviel gebe ich von mir und den Kindern eigentlich preis?“. Das interessante an Bloggern ist ja die Persönlichkeit dahinter. Das ist das, was gefragt ist. Aber eigentlich wollte ich doch nur über vegane Ernährung in der Schwangerschaft schreiben. Naja – früher oder später war das Thema ja auch ausgelutscht und daher blogge ich inzwischen zu allen Themen, die vegane Familien interessieren.
Und ich habe inzwischen gemerkt, dass ich doch mehr „öffentliche Person“ bin als ich ursprünglich wollte. Und ich muss ja auch zeigen, dass die vegane Ernährung für Kinder funktioniert – also müssen die Kinder auch irgendwie – ohne das zu übertreiben – „präsentiert“ werden.
Vieles hat sich verändert und ich kehre nun zu meinen Wurzeln zurück, will nur noch über Themen bloggen, die mich persönlich interessieren und die gerade dran sind. In diesem Zuge habe ich auch den Redaktionsplan wieder über den Haufen geworfen. Auf meinem Youtube Kanal sieht man das sehr deutlich. Da sind alle Themen querbeet drin. Und das ist genau das, was mich als vielbegabte Scannerpersönlichkeit auch ausmacht. Ich möchte mich nicht in ein Korsett zwingen lassen, möchte das tun, was mir Spaß macht und wofür ich brenne. Ich brenne definitiv nicht für Redaktionspläne derlei Dinge. Mein Blog wächst vielleicht langsamer als andere – aber ich hab Spaß daran. Das ist das, was mir wichtig ist – und genauso bleibe ich als Bloggerin auch ich selbst – und damit mir selbst treu.
In diesem Sinne und genau aus den genannten Gründen möchte ich damit heute auch meinen letzten Post zur #Offtopic – Runde beitragen.
Ich wünsche den anderen Blogs und Müttern alles Liebe, bedanke mich für Eure Gastfreundschaft und ganz besonders Dir, Kathrin von Ökohippierabenmütter möchte ich „DANKE“ sagen. Danke fürs an mich denken und mich mit einbeziehen und für Deinen tollen Support und die Freundschaft abseits der digitalen Welt.“

Wie sieht das bei Euch aus?
Bloggt Ihr noch für Euch selbst? Das was Ihr möchtet?
Oder seid Ihr auch (ein wenig) in diese Leserspirale gerutscht?
Einen fröhlich lustigen Silvesterabend und guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Euch
lena

#OffTopic Juni – Kraftquellen

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Oooooh ich freue mich,  dass ich das Gemeinschaftsprojekt #OffTopic in diesem Monat zum ersten Mal auf meinem Blog willkommen heißen darf.
Hinter #OffTopic verstecken sich verschiedene Blogger, die einmal im Monat zu einem bestimmten Thema schreiben, das nichts mit den Kindern zu tun hat. Für den Monat Juni habe ich das Thema Kraftquellen gewählt und freue mich, dass ich so schöne Worte geschickt bekommen habe, doch lest selbst.

Für mich hing meinen Kraft sehr lange von Menschen, Gegenständen und Orten ab. Das tobende Meer war und ist beispielsweise so ein Ort. Wenn der Wind peitscht und die Wellen nur so mit einer Wucht hereinbrechen, die  ich nicht zu beschreiben weiß, fühlt es sich an, als würden meine Speicher aufgeladen. Diese Wucht der Naturgewalten, die unglaublichen Kräfte, die dabei wirken… das war meine absolute Nummer 1 der Kraftquellen.
Doch von Süddeutschland aus betrachtet, ist die Nordseeküste eine gefühlte Ewigkeit entfernt und der gefüllte innere Krafttank hält nicht unbegrenzt.

Vor 3 Jahren noch, war das ein richtiges, unlösbares Problem für mich. Inzwischen hat sich aber viel getan und ich brauche keine klassischen Kraftquellen mehr um aufzutanken. Heute kann ich in vielen Kleinigkeiten und mir selbst die Kraft finden, die ich brauche. Gerade die Situation mit unserem Elfen fordert viel von mir, doch ein einziges Lachen von ihm,  oder ein „Mama“ von Bambina reichen aus, um diese Leichtigkeit zu spüren, die man zum weiter machen braucht.
Warmer Regen, eine hübsche Blume, das zwitschern der Vögel, Musik, eine Melodie im Kopf, Kommentare meiner Leser, ein „Hallo“ meiner Freunde, das Heimkommen des Studenten am Abend, der seltene Gottesdienstbesuch an einem Sonntag, ein guter Tee, eine Fassbrause, mein singendes Bambikind, der plappernde Elf und vieles mehr. All das sind Dinge, aus denen ich Kraft schöpfen & durch die ich weiter machen kann.
Und ganz tief in mir drin, kann ich trotz Depression, Flashbacks und anderen Schwierigkeiten die Gewissheit spüren, dass ich gut so bin wie ich bin und das Leben liebe, das ich fühle. Ich lebe Tag für Tag mit dem Gefühl der Dankbarkeit, für all das was ich habe und allein das, hilft mir schon sehr.
Am meisten Kraft geben mir aber jeden Tag aufs Neue unsere Kinder, für die sich einfach jede Anstrengung lohnt <3

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