[Gastbeitrag] Räubersachen

Da Räubersachen.de wundervoll und unterstützenswert ist, der Elf aber so viel bricht, dass ich nur eigene Kleidung verwenden kann, fasste sich die liebe Hebamme.Hebanni ein Herz und schrieb einen kleinen aber feinen Erfahrungsbericht für mich <3

Räubersachen:

Vor fast 15 Monaten wurde ich zum zweiten Mal Mama.
Natürlich beschäftigte ich mich während der Schwangerschaft mit Kleidung und Ausstattung, holte die wenige aufbewahrte Kleidung des Buben hervor – hauptsächlich Cosilana, Disana, Engel.
Das meiste davon aus Wolle, Wolle/Seide oder guter Biobaumwolle. Qualitativ hochwertige, biologisch und ethisch korrekte Kleidung war uns damals wie heute wichtig.
Der Bube war ein Winterbaby, daher hatten wir deutlich mehr wärmende Wolle als Wolle/Seide oder ähnliches. Im Zuge diverser Online-Shoppingtrips bin ich dann auf Räubersachen gestoßen.
Eine Firma, die es sich zum Ziel gemacht hat, gute und hochwertige Kleidung an Familien zu vermieten. Das Konzept überzeugte mich SOFORT. Wie gerne hätte ich sowas schon beim Buben gehabt!!!

Denn, machen wir uns nichts vor: man kauft die schöne und vor allem kostspielige Kleidung und schwuppdiwupp ist das Baby raus gewachsen. Das hat mich immer sehr frustriert.
Ich testete also Räubersachen mit Schlüttlis, Schlafsäcken, einer Jacke, Hose und Overall – alles aus Wolle und vor allem Wollfleece.
Die erste Lieferung kam prompt, schön verpackt, unkompliziert und mit ihr nette Worte, Waschmittel und eine nette Beigabe. Auch der Rückversand ist kostenlos und absolut unproblematisch.
Ich für meinen Teil „räuberte“ die Kleidung mit der Wühlmaus ordentlich aus und wollte einige Teile sogar behalten – da der Mietpreis auf die Kleidung angerechnet wird, ist das mehr als fair!

Kurzum: nicht nur das Konzept, auch die wirklich tolle, liebevolle Umsetzung überzeugt mich völlig. Mittlerweile ist die Auswahl deutlich gewachsen 😉und einige Dinge sind schon sehr „ausgeräubert“. Räubersachen wäre aber nicht Räubersachen, wenn sie nicht auch dafür eine charmante Lösung hätten: zauberhafte Applikationen, Stickereien, … zieren nun die vermeintlich „kaputten“ Bodies, Hosen, Jacken etc. Das macht richtig gute Laune und senkt die Angst davor, die Sachen auch tatsächlich zu benutzen.
Preislich ist Räubersachen absolut angemessen.
Ich verschenke gerne Räubersachen zur Geburten, Geburtstagen und auch einfach so, wenn ich weiß, dass etwas benötigt wird. Eine schöne und sehr ökologische Art unsere Kinder in gute Kleidung zu hüllen und dabei noch etwas gegen die Wegwerfgesellschaft zu tun.

[Auf dem Weg…] Möchtegern-Öko-Leben ;-)

Ich dachte mir, es wäre mal an der Zeit, einen kleinen Einblick zu gewähren und Euch an der Reise des Lebenswandels teilhaben zu lassen. Es wird also immer mal wieder etwas neues von der „Ökofront“ zu lesen geben & in Zukunft werde ich auch sicher mal das ein oder andere Rezept für Euch aufschreiben 🙂
Beginnen wir doch mal positiv 🙂

  • Deo
    Ich habe schon mehrere Monate kein industrielles Deo mehr verwendet, bzw. Reste aufgebraucht, aber nichts mehr nachgekauft.
    Inzwischen habe ich verschiedene Arten und Gerüche hergestellt und bin mehr als zufrieden damit.
    Meine Deo-Creme mit Citrusduft hält am Besten was sie verspricht, ist nur etwas „umständlicher“ aufzutragen. Dafür hält es mir den ganzen Tag, auch wenn ich nicht zu Hause bin und ich stinke auch am Abend noch nicht nach Schweiß.
    Der Deo-Stick mit Lavendelduft ist noch nicht ganz ausgereift, doch mit etwas weniger Öl und ein wenig mehr Natron dürfte er perfekt sein. Im Gegensatz zur Creme lässt er sich auch problemlos in jede Handtasche stecken und ganz diskret verwenden.
    Mein absoluter Liebling ist momentan aber mein Deo-Roller, die Creme hält eindeutig am Längsten, doch der Roller ist so schön einfach und unkompliziert. Wie jeder ganz normale Deo-Roller eben auch, mit dem Unterschied, dass er keine Spuren hinterlässt und recht schnell einzieht. Dennoch fühlt man sich lange frisch und er ist sogar noch handlicher und praktischer für die Handtasche, als der Stick <3Heute stand ich kurz vor einem Deospray, das einfach so verlockend gut aussah. Ich hatte es auch kurz in der Hand und dachte darüber nach, ob man denn nicht eine kleine Ausnahme machen könnte, jetzt wo ich doch schon so lange darauf verzichte. Aber nein, jetzt komme ich schon so lange wunderbar mit meinen Produkten zurecht, dass ich mir die Chemikeulen erst gar nicht wieder ins Haus hole!
  • Waschen
    Jaaaaa, das mit dem Waschen klang so einfach und perfekt. Mehrere Kilo Kastanien habe ich durch den Ice-Crusher gehauen und in kleine Stückchen verwandelt, die ich dann nebeneinander liegend trocknen wollte. Platz gab es genug und immerhin hat es so ja auch schon mit den gemixten Kastanien funktioniert. Leider musste ich einige Tage später feststellen, dass alle Arbeit umsonst war und mir alle, wirklich ALLE Kastanien geschimmelt sind :-/
    Da ich mit dem selbst erstellten Pulver allerdings auch nicht mehr so zufrieden bin, waschen wir vorübergehend noch mal mit Sensitiv Waschmittel, bis ich eine gute Lösung gefunden habe. Efeu wollte ich mal anstatt der Kastanien versuchen, das schimmelt mir wenigstens nicht weg, allerdings müssen wir dazu erst mal ein paar Pflänzchen kaufen und einen geeigneten Platz zum hoch wachsen finden.
    Ansonsten werde ich die Tage ein Flüssigwaschmittel herstellen und das Rezept des hergestellten Pulvers ordentlich verändern und auf unsere Bedürfnisse anpassen.
    Flecken werden mit Gallseife vorbehandelt.
  • Putzen
    Momentan verwenden wir Frosch Produkte, doch in naher Zukunft möchten wir auch unser Putzmittel selbst herstellen. Bzw. ich möchte es und da der Held arbeiten ist, ist es ganz allein mein Gebiet 🙂
    Zum Reinigen von starken Verschmutzungen, kleinem Schimmel o.ä. verwende ich allerdings jetzt schon hauptsächlich Essigessenz oder Natron.
    Ich suche noch eine gute alternative um wirklich dreckige Fenster sauber zu bekommen und eine ökologische, aber aus desinfizierende Reinigung für unsere Toilette.
  • Plastik
    Wir haben damit begonnen Kleinteile die kaputt waren, durch Holz oder Emaille zu ersetzen. Unsere Dosensammlung werden wir auch weiterhin verwenden, da ich es im Hinblick auf die Umwelt nicht gut finde sie zu entsorgen, wenn sie doch noch vollkommen in Ordnung sind.
    In Folie eingepacktes Obst oder Gemüse, entpacken wir für gewöhnlich schon im Laden und die kleinen Plastiktütchen kommen uns ebenfalls nicht ins Haus.
    Es ist erschreckend, wie viel Plastik man so Tag für Tag in den Händen hält und wer mit kleinem Geldbeutel einkaufen muss weiß, dass die günstigeren Produkte hauptsächlich in Kunststoff eingepackt sind. Unser Müll in den gelben Säcken hat sich aber schon deutlich minimiert und für uns ist es okay, da es ein stetiger Weg ist und nicht gleich von heute auf morgen möglich.
  • Essen/Trinken
    Bambina und ich trinken sehr viel Tee und verwenden dazu das Wasser aus der Leitung. Eine Cola light o.ä. muss allerdings auch immer wieder mal drin sein, wobei ich versuche es stark zu reduzieren. Tut immerhin auch dem Körper nicht gut.
    Was das Wasser betrifft, sparen wir gerade auf einen neuen Soda Stream mit Glasflaschen & hoffen, dass wir ihn nach Weihnachten kaufen können. Das Wasser dazu werden wir uns dann aus einer Quelle hier in der Nähe holen und das schmeckt einfach zauberhaft <3
    Wir versuchen auch bewusster darauf zu achten, was und wie viel wir kaufen. So geht weniger kaputt was in die Biotonne muss und man bekommt einen ganz anderen Blick dafür.
    Da wir hier eine große Gartenfläche haben, bekommen wir saisonales Obst und Gemüse immer direkt vor unserer Haustüre und für den Winter stecken unheimlich viele rote Rüben im Garten. Ich liebe eingelegte Rote Bete einfach sehr <3
    Farbstoffe versuche ich so weit es geht zu vermeiden, oder stelle sie selbst aus natürlichen Stoffen her. Und das Gemüse um mich am Pulver für Gemüsebrühe zu versuchen, ist heute auch noch schnell in den Einkaufskorb gehüpft. Ich bin gespannt 😀
  • Duschen
    Unveganges Schampoo habe ich schon problemlos hinbekommen, doch an der veganen Variante verzweifle ich weiterhin. Doch ich werde es noch schaffen und dann auch mein selbst hergestelltes Shampoo verwenden. Das Duschgel werde ich durch ein Körperpeeling ersetzen und im Anschluss „Vanilla Killa“ (mit Kakaobutter) von meiner Herzensdame benutzen.

 

Alles in allem ist es eine ganz gute Bilanz, wenn man unsere finanzielle Situation bedenkt und darauf achtet, dass wir noch am Anfang unserer Veränderung stehen. Es wandern immer wieder noch Sachen in den Einkaufswagen, bei denen ich mir denke, dass sie nicht sein müssten… doch ich möchte nicht, dass der Spaß dabei verloren geht und so werden wir Schritt für Schritt den richtigen Weg für uns finden 🙂
Wir werden auch sicher nicht auf alles verzichten, aber psssst

[DIY] Wegwerf Öl-/Feuchttücher

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Öl-/Feuchttücher selbst herstellen? Ist das nicht vollkommen übertrieben?
Wenn ich mir die Inhaltsstoffe der gekauften Tücher ansehe und an die Umweltbelastung denke, ist es für mich keineswegs übertrieben. Wir haben seit wir diese Tücher verwenden kaum noch Probleme mit einem wunden Hintern, Bambina´s Haut ist butterweich und auch ökologisch fühlt es sich besser an. Außerdem können wir diese Tücher bedenkenlos im Gesicht verwenden, was bei industriell hergestellten Feuchttüchern leider nicht der Fall ist.
Kokosöl ist durch seine antibakterielle, antivirale und fungizide Wirkung ideal für den Windelbereich kleiner Kinder geeignet und Mandelöl versorgt durch seine sehr gute Verträglichkeit jeden Hauttyp optimal mit Feuchtigkeit. Selbst der verschmierteste Hintern lässt sich problemlos säubern, da die Tücher scheinbar über die Haut gleiten, gekaufte Tücher kommen uns also nicht mehr ins Haus 😀
Wir sind momentan noch auf der Suche, nach einer idealen Dose aus Glas, da ich vom Kunststoff weg möchte & wenn Nummer 2 mit Stoffwindeln gewickelt wird, ersetzen wir die Küchenrolle einfach durch Waschlappen, Frottee-, oder Mullwindelstücke, die dann einfach mit gewaschen werden.

Ihr braucht:

  • 1 Küchenrolle
  • Mandel- & Kokosöl
  • 1/2 Glas warmes Wasser
  • 1 luftdichte Dose
  • 1 Brotmesser
  • 1 Esslöffel


Und so geht´s:

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  1. Die Küchenrolle mit dem Brotmesser halbieren und die halbe Rolle in die Dose stecken
  2. je 4-5 Esslöffel vom Mandel- & Kokosöl in´s Wasser geben und gut vermischen.
    Kokosöl hat einen Schmelzpunkt von 28 Grad und muss erst noch flüssig werden, wenn es aus dem Kühlschrank kommt.
  3. Zuletzt schüttet ihr das Wasser-Öl-Gemisch zur Hälfte in die Papprolle in der Mitte und verteilt den Rest gleichmäßig auf dem Papier.
    Ordentlich mit dem Deckel verschließen, auf den Kopf stellen und warten, bis sich die komplette Rolle vollgezogen hat.

    Bildschirmfoto 2014-10-07 um 18.30.07
    Testet mit dem Finger, ob das Papier überall ölig ist und zieht anschließend die Papprolle aus der Mitte heraus. Nun könnte ihr das Papier Stück für Stück herausziehen 🙂
    Da das Ganze momentan noch ein wenig teuer ist, werden wir die Öle nun aus dem Internet bestellen und auf Herz und Nieren testen!