[Test] Nestlé Ernährungsstudio

Testwoche 1: „Du und Dein Coach“

Ich darf für Konsumgöttinnen.de das Nestlé Ernährungsstudio testen & habe nun schon eine Woche hinter mir.
Zeit für ein erstes Fazit also!

Die Anmeldung geht schnell und ist wirklich sehr einfach. Ein paar Daten, ein Bestätigungslink & schon ist man Mitglied.
Danach noch schnell den Ernährungscoach mit weiteren Daten füttern & schon kann es losgehen.
Ansich ist der Bereich „Mein Coach“ sehr übersichtilich gestaltet & man hat einige Möglichkeiten.
Sei es eigene Ziele festzulegen, eine Gewichtskurve, das Ernährungstagebuch, Fitnessempfehlungen, oder der Rezeptplan.

Trotz allem bin ich bisher nicht wirklich begeistert.
Da ich zu Beginn als Ziel angegeben habe, dass ich abnehmen möchte, wurde anhand meiner Daten ein Tagesbedarf von 1200 kcal festgelegt. Was ich persönlich doch sehr niedrig finde!
Wenn man bedenkt, dass allein mein Grundumsatz unter normalen Bedingungen bei ca. 17oo kcal liegen würde + Leistungsumsatz, fördern die angeratenen 1200 kcal meiner Meinung nach sehr stark den wohl bekannten Jojo-Effekt.

Das Eintragen der Lebensmittel in das Ernährungstagebuch hingegen ist recht einfach, allerdings ist die Auswahl viel zu gering.
Marmelade ist z.B. nicht gleich Marmelade & da sehr viel Wert auf die zugeführten Kalorien gelegt wird, sollte das meiner Meinung nach doch schon etwas genauer sein.
Ich selbst verwende seit ungefähr einem Jahr FooDDB & schätze die Möglichkeit Lebensmittel genau angeben zu können wirklich sehr.

Den Trainingsplan finde ich dafür ziemlich gut, auch wenn ich ihn leider nicht selbst testen konnte.Ich liege anhand meiner Herzfrequenz nicht in den Grenzwerten & darf bzw. kann auch so nicht wirklich viel Sport machen.
Angeschaut habe ich es mir allerdings trotzdem & finde ihn sehr motivierend!
Man legt erst mal seine Grundvoraussetzungen, sowie Wunschtrainingstage fest und kann sich dann für jeden Monat ein „Aktivitäten-Ziel“ setzten.
Man gibt also an, wie viele Minuten man in dem Monat aktiv sein möchte & hat dann einen grünen Balken, der mit jeder eingetragenen Aktivität in Prozenten steigt.

Somit komme ich auch schon zu dem letzten Punkt, dem Rezeptplan & wieder kann ich mich nicht dafür begeistern. Die vorgeschlagenen Lebensmittel/Gerichte sind zwar sehr ausgewogen und wirken auf den ersten Blick auch ziemlich gesund, sind für den kleinen Geldbeutel allerdings leider nicht umsetzbar.
Eine gesunde Ernährung ist meisten teurer, als eine ungesunde, allerdings kann man die Kosten auch ziemlich problemlos im Rahmen halten, wenn man nicht so eine große Vielzahl verschiedener Lebensmittel dafür verwendet.
Es ist wirklich das ein oder andere gute Rezept dabei, das ich mir auch auf jeden Fall merken werde, doch die Verteilung sagt mir überhaupt nicht zu.
Auch wenn man sich dann den Einkaufszettel der nächten 4 Tage ansieht, frage ich mich bei dem ein oder anderen Produkt, ob es bei einem Ernährungscoach wirklich sein muss… z.B. BUITONI Pesto oder THOMY Salat-Dressing…
Natürlich benutzen die meisten zumindest hin & wieder fertige Produkte und es erwartet auch keiner, dass man nie Pesto aus dem Glas isst, oder ein fertiges Salat-Dressing verwendet. Allerdings finde ich, dass es bei einem Ernährungscoach wirklich um gesunde (!) Ernährung gehen sollte & nicht um Werbung für die Produkte. Vor allem wenn man oben genannte 1200 kcal bedenkt.

Alles in allem kann ich das Nestlé Ernährungsstudio, bzw. den Ernährungscoach bisher nicht wirklich empfehlen!
Vielleicht urteile ich auch auf Grund meiner Vorgeschichte & meines Lehrgangs zur Ernährungsberaterin ein wenig streng, doch ich habe wirklich mehr erwartet, als ich mich für den Produkttest beworben habe.
Ich bin auf die nächste Woche gespannt, denn jetzt geht es um die Broschüren & da habe ich schon ein paar ganz interessante entdeckt 😉

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