Wachstum? Oder doch „nur“ die böse Milch?

Ich glaube klein Bambi wächst gerade, oder ihrem Bauch geht es endlich wieder besser, denn seit vorgestern isst uns das sonst so sparsame Kind die Haare vom Kopf. Ich wollte es kaum glauben, als der Held mir erzählte, dass sie ihr Brot aufgegessen hatte und anschließend noch Obst wollte. Später einen Joghurt und am Abend Kartoffel-Blumenkohlbrei mit Blumenkohl und zur Abwechslung etwas Putenfleisch.
Der vorige Tag sah ähnlich aus, doch das schoben wir auf die Tatsache, dass wir ausnahmsweiße bei Burgerking waren und sie super stolz auf ihre Pommes war. Aber nein, das Kind das sonst nicht essen möchte isst plötzlich ohne Ende 🙂

Wochenlang hatte sie schon nicht mehr zu Abend gegessen und nicht selten kam es vor, dass sie um 16 Uhr das erste mal Hunger bekam. Und ohne Hunger isst sie nun mal nicht, was ich nebenbei bemerkt auch gut finde!
Ich bin gespannt, wie sich ihr Essverhalten in den nächsten Wochen entwickeln wird und ob es tatsächlich an einem Wachstumsschub liegt, oder den scheinbar nicht mehr vorhandenen Bauchschmerzen.

Seit Monaten litt unsere kleine Bambimaus täglich unter Schmerzen, vor allem am Abend lag sie wimmernd und aua rufend im Bett. Viele viele Blähungen und die Worte „aua Bauhch“ machten uns klar, dass ihre Verdauung nicht ganz in Ordnung ist. Damit hatte sie ja eh von Geburt an Probleme und mit immer größerer Besorgnis beobachteten wir in letzter Zeit verstärkt, dass sie nicht nur Schmerzen, sondern auch starke Verstopfung hatte. Sie tat uns immer unendlich leid, wenn sie sich wieder versteckte und man gequälte Drücklaute hörte… ohne Erfolg, die Windel war meistens erst nach Stunden „voll“. Wobei man es eher als keine Hasenklumpen beschreiben könnte. Bauchtee, Fenchelöl, Kümmelzäpfchen… nichts brachte einen wirklichen Erfolg, bis mir eine mögliche Laktoseintoleranz in den Kopf kam. Ich dachte schon öfter mal daran, doch da sie kaum etwas anderes als Milchprodukte zu sich nehmen wollte, hatte ich darauf gehofft, dass es doch einfach etwas anderes ist. Vor allem ihre geliebte Buttermilch gibt es leider nicht in der laktosefreien Version… gar nicht auszumalen, wenn sie in Kürze merkt, dass sie keine mehr trinken darf.

Mit dem Kinderarzt habe ich darüber zwar noch nicht gesprochen, doch da ich das Thema in der Ernährungsberatung schon hatte & Laktose- sowie Fructoseunverträglichkeiten in unserer Familie gehäuft vertreten sind, bin ich mir der Sache doch schon sehr sicher.
Seit wir für sie nur noch laktosefreie Milch verwenden und auch sonst ihren Verzehr von Milchprodukten einschränken, wird ihr Bauch von Zeit zu Zeit immer besser. Mittlerweile sind wir sogar so weit, dass die Blähungen vollständig verschwunden sind, ihre Verdauung wieder normal funktioniert und wir auch keine vor Schmerzen durchweinten Nächte mehr haben. Wie oft ist sie aua schreiend aufgewacht und dicke Tränchen kullerten über ihre Wangen… das arme Kind 🙁

Ich bin mir zwar sehr unsicher, ob Kleinkinder überhaupt schon darauf getestet werden, doch den H2-Atemtest würde ich dem kleinen Engelchen so oder so nicht antun wollen. Allein ein einziger normaler Jogurt hat gestern Abend schon gereicht um die arme Maus die ganze Nacht zu quälen. Bis heute morgen um halb 5 lag sie in meinen Armen und schrie immer wieder auf. Lag sie still auf mir, konnte ich ihren Bauch ganz böse gluckern und meckern hören. Damit ist für uns klar, dass wir sie vorerst laktosefrei ernähren werden & sobald am 30. wieder Geld auf´s Konto kommt, werde ich losziehen und eine ordentliche „Grundausstattung“ besorgen!

3 comments

  1. Oh weiiii, armes Bambi =( Das wäre für uns auch eine total Umstellung, weil Mulle so gern ihren Naturjoghurt isst und auch ihre Milch am Morgen heiß geliebt ist. Aber da wird es sicher einige Alternativen geben – nur teuer sind solche Sachen ja immer :/

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