[WICHTIG!!!] UNTERSCHRIFTENAKTION | Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit!

Was gibt es demütigenderes für ein Vergewaltigungsopfer, als zu erleben, dass der Täter in einer öffentlichen Verhandlung freigesprochen wird, weil er/sie sich aufgrund psychischer Schutzmechanismen abgesehen von einem „Nein!“ nicht wehren konnte?

“Momentan ist der Straftatbestand Vergewaltigung nicht erfüllt, wenn der Täter „nur“ sexuelle Handlungenan der Betroffenen gegen deren Willen ausführt. Es ist laut des § 177 zusätzlich erforderlich, dass…

…der Täter entweder physische Gewalt anwendet
…oder in der Vergewaltigungssituation der Betroffenen mit „ gegenwärtiger Gefahr für Leib oderLeben“ droht (das bedeutet, dass er ihr mit sofortiger Körperverletzung oder dem Tode droht)
…oder, dass sich die Frau in einer sogenannten „schutzlosen Lage“ befindet, in der sie dem Täterausgeliefert und Widerstand zwecklos ist (z.B. allein im Wald).

Es kann also sein, dass die Frau „nein“ sagt, sich versteift und die ganze Zeit über weint, aber weil sie keinen körperlichen Widerstand leistet, den der Täter mit Gewalt oder Drohungen hätte überwinden müssen, liegt im (derzeitigen) Rechtssinne keine Vergewaltigung vor. Ein „Nein“ der Betroffenen reicht nicht aus, damit ein Täter wegen Vergewaltigung verurteilt wird. […]
Es kann u.U. lebensrettend sein, keine Gegenwehr zu leisten.
Eine (vortraumatisierte) Frau wird bei einer Vergewaltigung möglicherweise zu keinerlei Gegenwehr fähig sein. Grund dafür sind traumabedingte Reaktionsmuster wie z.B. der Totstellreflex (Freeze).”
(Quelle: TERRE DES FEMMES)

Die Organisation TERRE DES FEMMES setzt sich mit ihrer Unterschriftenaktion „Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit!“ für eine Reform des § 177 ein.

Sie fordern:

… dass diese Gesetzeslücke geschlossen wird
… dass die Person bestraft wird, die ohne Einverständnis der anderen Person sexuelle Handlungen an ihr vornimmt.
… verbesserter Umgang mit Betroffenen im Gerichtsverfahren
… Möglichkeit der Videovernehmung muss häufiger angewendet werden.
… auf Wunsch der Betroffenen Ausschluss der Öffentlichkeit aus dem Verfahren
… ein Rechtsanspruch für Betroffene auf psychosoziale Prozessbegleitung

Eine Vergewaltigung ist sexualisierte Gewalt, die bei Frauen/Männern tiefe Spuren hinterlassen kann!
Der Täter durchbricht persönliche und körperliche Grenzen der Betroffenen und bricht damit deren eigenen Willen.
Machtlosigkeit, Ohnmachtsgefühle, (Todes-) Angst, das Gefühl ausgeliefert zu sein… unvorstellbare Gefühle, die mit voller Wucht über dem Opfer einbrechen. Häufig kommt es zu sogenannten Dissoziationen oder dem aus dem Tierreich gut bekannten Totstellreflex, eine Schutzreaktion der Seele auf diese gewaltigen Einwirkungen von außen.

Ein Opfer, das wie gelähmt seinem Peiniger unterliegt, ist nicht in der Lage sich zu wehren! Ein einfaches „Nein“ muss reichen, um zum Ausdruck zu bringen, dass die sexuellen Handlungen nicht im Einverständniss des Opfers geschehen. Ein „Nein“ muss ausreichen um zu einer Verurteilung des Täters zu führen!
Nach einer Vergewaltigung verändert sich das komplette Leben der Betroffenen, nichts ist mehr wie es einmal war & dennoch wird nur ein Bruchteil der Straftaten zur Anzeige gebracht. Wenn man sich folgende Grafik ansieht, ist es nicht verwunderlich, dass den meisten Opfern die Mut sowie die Kraft fehlt!

die-spitze-des-eisbergs
Quelle: TERRE DES FEMMES

160.000 Vergewaltigungn jährlich, von denen lediglich 1000 mit einer Verurteilung enden!
Ich bin einer dieser 152.000 Menschen, die ihren Peiniger nicht angezeigt haben. Mir fehlt die Kraft. Mir fehlen die Beweise. Ich hätte keine Chance.

Selbst wenn ich Anzeige erstatten wollen würde, wäre es aussichtslos und ich kann mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als einen Freispruch. Es gäbe kaum eine größere Demütigung für mich, als zu erleben wie ER freigesprochen wird. Mit anzusehen wie der Mensch sein Leben einfach weiterleben kann, der meines von Grund auf verändert hat.
Ich könnte nicht damit umgehen, wenn man mir das Gefühl geben würde nicht im Recht zu sein. Für mich würde es bedeuten, dass ich lüge, übertreibe, hochstaple… sonst würde er ja immerhin verurteilt werden.
Es gibt kaum schlimmere Gefühle, als die Gedanken in seiner Anwesenheit meine Aussage machen zu müssen… so genau wie möglich und das ohne mich direkt daran erinnern zu können.

Ich würde den Gerichtssaal in dem Wissen verlassen, dass er seinen Sieg feiern wird, während ich auf einen Trümmerhaufen blicke.
ER der moralisch gesehen die Schuld trägt, dürfte sein Leben weiter leben und würde darüber lachen, dass er erneut mehr Macht hatte als ich.

SETZT EIN ZEICHEN!
Helft Frauen wir mir, zu ihrem Recht zu kommen und ein kleines bisschen ihrer Würde zurück zu erhalten.
UNTERSCHREIBT die Aktion und bringt uns einem gerechten Deutschland ein Stückchen näher!

Ihr könnt ONLINE unterschreiben
Oder eine UNTERSCHRIFTENLISTE ausdrucken!

Lest Euch auch den Artikel der Praxis für Gestalttherapie Lübeck indem Moon Stegk sehr anschaulich und gut verständlich die Folgen und Hintergründe von Vergewaltigungen aufzeigt!

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