Zu viel.

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Wenn einfach alles schief geht und man nur noch schwarz sieht, bleibt immer noch das Kind, das einen dazu zwingt nicht aufzugeben. Nun sitze ich hier mit latenter Übelkeit, schleichendem Kopfschmerz und Schüttelfrost, vielleicht kann ein heißer Tee Abhilfe schaffen, vielleicht auch nicht. Ich werde nicht krank, es ist keine aufziehende Erkältung sondern einfach meine überlastete Seele, die sich körperlich bemerkbar macht. Doch wen wundert es schon, ist nicht gerade unser Turbolader kaputt gegangen, der Öl-Service dringend fällig, weil das Öl schon nicht mal mehr annähernd flüssig ist, die Bremsen hinüber & zu allem Überfluss brauchen wir auch noch Winterreifen. Dann die Rechnung mit den 200€ für die Hochschule und das alles obwohl wir bis Monatsende gerade noch 186 € haben, unsere minikleinen Restersparnisse nicht annähernd reichen und wir dann nicht nur verschuldet sondern auch restlos pleite sind. So war das nicht geplant und vor allem nicht gewünscht. Im Gegenteil, der Plan sah sogar ganz gut und machbar aus!

Alles in allem regelt es sich sicherlich in den nächsten Monaten & Jahren, doch nun muss erst mal regelmäßig der Gehalt des Helden kommen, das Waisengeld genehmigt werden und ganz vielleicht bekommen wir auch Kindergeldzuschlag. Solange hat mein Held noch einem Nebenjob, der von seinem Arbeitgeber allerdings immer noch nicht abgesegnet ist…

Und das alles wo es mir momentan eh schon nicht gut geht, ich einfach nicht hochkomme & heute der Todestag meines Schwiegervaters ist. Aus einem Kieselstein wird ein Klumpen, woraus ein großer Stein und letztendlich ein Felsbrocken wird, der mich immer und immer wieder überrollt. Es ist als wolle mir das Leben zeigen, dass es nicht für mich gemacht ist und ich aufhören soll für uns zu kämpfen. Doch das wird nicht passieren, nicht so lange es mein kleines Bambi gibt, die mir Tag für Tag einen neuen Sinn zum weitermachen gibt.
Auch wenn ich resigniere, schon genug gekämpft und tagelang aufgegeben habe…. sie hat es verdient behütet aufzuwachsen, MIT ihrer Mama. Außerdem muss ich mich heute Abend um meinen Helden kümmern, der mit dem plötzlichen Verlust seines Papa’s bis heute nicht klar kommt. 
Zu viel. Zu viel. Zu viel.

3 comments

  1. OH wei – wie gut ich Dich gerade verstehen kann.
    Auch wenn der Mut des Verbloggens mich noch nicht erreicht hat, so geht das hier gerade auch so was von rund – ich hab ganz große Angst bald nicht mehr zu können – und das bald fühlt sich so verdammt nah an….
    Aber gerade geht es nicht um mich – ich wünsche Dir viel viel Kraft das durch zu stehen!!
    Liebste Grüße
    JesSi

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