Der Neurologe und die Soziotherapie

Gestern war ich bei meinem Neurologen, um meine Medikamente für eine Schwangerschaft absegnen zu lassen. Wahrscheinlich hätte ich mich schon viel früher darum kümmern sollen, hatte aber zu viel Angst, dass er sich überhaupt nicht auskennen könnte und mir erst mal alles absetzt. Da ich mehrere Fachbücher zu dem Thema gelesen habe, wusste ich schon was okay ist und was nicht, nur hatte mir das eben noch kein Arzt bestätigt.

Da wir keinen Parkplatz gefunden hatten, kamen wir ein wenig zu spät in der Praxis an, was aber letztendlich nicht mal mehr einen Unterschied gemacht hat, da mein Termin in deren Kalender ganze 30 Minuten früher vermerkt war. Das ist immer der Nachteil, wenn man Termine telefonisch vereinbart & keinen Terminzettel hat, den man als Beweis vorlegen könnte. Also mussten wir bis zum Ende der Sprechzeit warten und wurden als letztes aufgerufen. Die Assistentin war dieses mal wirklich super und mit dem Assistenten vom letzten Mal die einzige, die ich bisher toll fand. Sie hat es einfach hingenommen, was ich gesagt habe, hat das Wichtigste notiert, den Bericht endlich mal korrekt ausgebessert und letztendlich noch für mich mit dem Arzt gesprochen, um eine alte Diagnose endlich schriftlich im Bericht aufzunehmen.
Auch mein Arzt war gestern wirklich klasse und hat ganz anders reagiert, als ich es befürchtet hatte. Er fragte mich, ob ich Embryotox kenne und was da momentan zur Medikation in der Schwangerschaft steht. Als ich mit meinen Ausführungen fertig war meinte er, dass auch genau das sein Standpunkt ist, denn es würde einem Kind keineswegs mehr schaden, als die Auswirkungen, die ein Absetzten der Medikamente hätte. Gestern war tatsächlich das erste Mal, dass ich die Praxis lächelnd und nicht mit Tränen in den Augen verlassen habe 🙂

Allerdings waren die letzten Wochen nicht wirklich gut, worunter meine Punkte der Soziotherapie sehr gelitten haben. Ich kann mich so extrem schwer zu etwas motivieren und aufraffen, dass ich alles schleifen und liegen lasse & mich nur alle Zeit lang mal dazu zwingen kann – wie bei meinem Blog eben. Doch eigentlich brauche ich es & es hat immer sehr gut getan… hängen lassen ist einfach nicht gut, doch wenn die Kraft fehlt gleichen auch Kleinigkeiten einem unbezwingbaren Marathon.
Mein Arzt hat vollkommen Recht, wenn er sagt, dass es einfach so Phasen bzw. Zeiten gibt und dann genau die positiven Sachen auf der Strecke bleiben und man sich erst wieder einen gewaltigen Ruck geben muss. Trotzdem solle ich doch vielleicht versuchen, ob ich zumindest mit Yoga wieder beginnen könnte & wenn es nur kurz ist, um abzuschalten und den Kopf einfach Kopf sein zu lassen. Ja, das würde ich schon gerne… wenn es nicht so schwer wäre… so überfordernd, anstrengend und hart 🙁

Um allerdings immerhin etwas getan zu haben, habe ich gestern nach Wochen endlich mal Mützen und Unterwäscheschnitte ausgedruckt und ausgeschnitten. Das Schneiden war nicht mal das Problem, sondern das dazu Aufraffen den Druckauftrag zu geben. Ein paar kleine Klicks und doch so unglaublich schwer =O
Als ich fertig war, fühlte es sich aber so gut an, dass ich heute Abend vielleicht tatsächlich damit beginne, kleine Teile zuzuschneiden und dann in nächster Zeit endlich wieder zu nähen. Außerdem liegt hier auch noch die Märchencape für die Tochter einer sehr lieben Freundin rum… eigentlich ebenfalls so einfach und doch so schwer. Wenn ich es dann aber tatsächlich geschafft habe, ist es ein Erfolgserlebnis das mich eventuell zu mehr motivieren und der Anfang vom Ende des tiefen Lochs sein könnte 🙂

Doch jetzt gehen wir erst mal schnell ein Kinderfahrrad für unser Bambinchen anschauen, um es je nach Zustand direkt zu kaufen. 45 € für ein gut erhaltenes Puky… bei den Angeboten die ich in den letzten Wochen gesehen habe, ist das ein super Preis 😉

Einen wunderschönen Tag wünscht

lena

 

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.