[Frühchenzauber] Vom Glück gesegnet

Frühchen Frühchenzauber 480g

Das sind wir..
Vicky & der Kämpfer Mucki!

Unser Sohn – Mucki kam 2014 als Extremfrühchen
in der 24ssw zur Welt.
Er wog bei seiner Geburt 480g
und war zarte 28cm ‘groß’.
Sein Kopfumfang umfassten unfassbare 20cm!

Magst du den Grund für die Frühgeburt verraten?
Ich hatte eine Schwangerschaftsvergiftung und die Versorgung des Kleinen wurde immer schlechter – bis es irgendwann zu einem Narbelrückfluss kam und die Ärzte sich dazu entschieden ihn zu entbinden.

Hattest du einen Kaiserschnitt, oder kam dein Kind spontan zur Welt?
Durch die extreme Frühgeburt und Unreife des kleinen Mannes wurde ich per Kaiserschnitt entbunden.

Wann konntest du dein Frühchen zum ersten mal sehen?
Ich meine es waren ca 3-4Stunden nach der Geburt.
Ich wurde mit meinem Bett und meinem Mann zu ihm gebracht. Jedoch nur kurz,weil es mir vom Kreislauf her wirklich nicht gut ging.
In seiner ersten Lebensnacht (einige Stunden später) erlitt er starke Lungenblutungen und in diesem Moment konnte ich zu ihm,weil ich musste. Und es ging – Mutterliebe macht einfach alles möglich.

Wie ging es dem kleinem Kämpferbaby?
Direkt nach der Geburt ging es ihm wirklich super, er hatte unglaublich tolle Werte und atmete allein.
Die Ärztin,die ihn entbunden hat freute sich so sehr mit uns.

War Beatmung notwendig?
Nach der Geburt war eine leichte Sauerstoffzugabe über die Nase notwendig, nach der Lungenblutung brauchte er eine Vollständige Beatmung und wurde intubiert.

Frühchenzauber Frühchen Fuß

Und wie ging es dir mit der gesamten Situation?
Ich hatte Angst. Ganz ehrlich… ich wusste einfach nicht was passiert, was es bedeutet ‘Frühchenmama’ zu sein und vorallem hatte ich Angst vor der Ungewissheit.. “Was kommt als nächstes?!”
Ich hatte unglaublich viele Sorgen und hätte am liebsten sofort mit meinem Baby getauscht & ihm alles abgenommen. Dennoch war ich überglücklich – ich bin Mutter geworden & das von einem unglaublichen tollen Kämpfer.
Es war also eine krasse Mischung & ich glaube,dass man dieses Gefühl nicht wirklich mit Worten beschreiben kann.

Was hat dir am meisten geholfen und was hättest du dir von deinen Mitmenschen gewünscht?
Der Glaube an den Kleinen!!
Niemals, nicht auch nur eine Sekunde habe ich daran gedacht, dass er es nicht schaffen könnte oder an ihm gezweifelt. Außerdem muss ich wirklich sagen,dass ich diese Zeit ohne meine Familie und vorallem ohne meine Eltern niemals so gemeistert hätte.

Ich würde mir manchmal wünschen, dass die Mitmenschen mehr fragen und weniger urteilen.
Auch ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung was es bedeutet ‘Frühchenmama’ zu sein oder welche Aufgaben/Veränderungen auf uns zu kommen, doch ich habe mich informiert – mich ‘reingefunden’.
Das würde ich mir wünschen.. mehr Verständnis & weniger Vorwürfe/Abwertungen.

Was ist deine prägendste Erinnerung aus der Frühchenzeit?
Der Moment, als Mucki zum ersten mal operiert wurde…
Die Ärzte nannten mir eine genaue Zeit, zu dieser sollte ich da sein, damit ich mich von ihm ‘verabschieden’ konnte. Durch einen ‘Ausfall’ kam es jedoch dazu, dass die Op vorgezogen wurde. Als ich ankam durfte ich also nicht mehr zu ihm & konnte ihn nicht noch einmal sehen.. Ich wusste nicht, ob ich ihn überhaupt wieder sehe..
Er wog grad 600g und wurde Herznah operiert. Die Gefahr bestand, dass dieser mini Körper es nicht schaffen könnte. Ich zerbrach…
Mein Papa kam dazu, baute mich so gut es ging auf & gemeinsam warteten wir auf den ‘Anruf’, dass die Operation beendet ist. Diesen Moment werde ich niemals vergessen.. Er war so voller Angst und Ungewissheit..
Das warten hat einen verrückt gemacht.. Und all das,ohne das ich ihn noch einmal sehen konnte.

Wie geht es deinem Frühstarter heute?
Er ist ein wahres Wunder! Gesundheitlich geht es ihm gut (Herz,Lunge,Darm,Kreislauf usw)..
Durch die Hirnblutungen die er leider erlitten hat, hat er dennoch ein paar Dinge aus seinem Kampf mitgenommen. Er ist in der Entwicklung stark verzögert, hat Spastiken in den Beinen und Spitzfüße, kann weder gehen, stehen noch sprechen und hat einen Schwerbehindertenausweis, sowie einen hohen Pflegegrad.
Er krabbelt wie ein Profi & ist gegen aller Erwartungen hin wirklich ‘fit’. 🙂

Möchtest du uns noch etwas von euch und eurem Weg erzählen?
Ja!! Ich möchte allen Menschen da draußen mit auf den Weg geben, dass auch Wunder geschehen – wir müssen nur daran glauben. Egal wie hart der Weg ist – gemeinsam schafft man alles.

Außerdem ist es mir wichtig zu zeigen, dass ein Leben mit einem behinderten Kind wunderschön ist & das man keine Angst davor haben sollte oder es gar verurteilen.
Natürlich sind die Mäuse besonders, aber besonders heißt nicht gleich ‘schlechter’.

Wir können oder sollten so dankbar sein, dass diese kleinen Wundermäuse sich uns als Eltern ausgesucht haben & uns täglich unglaubliches erfahren lassen.
Man sollte dieses Geschenk annehmen und es auch genau so sehen,denn dann ist alles möglich!

Love, Vicky 🙂

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