Tandemstillen – mein Weg

Tandemstillen stillen, zwei Kinder stillen
Tandemstillen stillen, zwei Kinder stillen

Tandemstillen und mein Weg dahin 

Mir war immer klar, dass ich mein Kind stillen möchte.
Wie lange, das war irgendwie immer eine subtile Vorstellung. Solange man das halt so macht… bis zum Brei, naja auf jedenfall nicht länger als bis zum ersten Geburtstag.
Und doch fand ich mich letztlich auf einem ganz anderen Weg wieder. Brei gab es nicht und zum ersten Geburtstag ab zu stillen erschien mir, als es dann soweit war als viel zu früh.
Ich wollte gern tandem stillen… also den Bären und ein Geschwisterkind gemeinsam. 
Doch 24 Stunden stillend wollte mein Zyklus nicht wie ich – oder besser gesagt gar nicht.
Letztlich entschloss ich mich nachts ab zu stillen. Mit Erfolg.
Ich weiß nun wie sich schwanger stillen und “trocken” stillen (wenn keine Milch da ist) anfühlen und bin stand heute glückliche Tandem still Mutti.

Ist es möglich zwei unterschiedlich alte Kinder zu stillen?

In der Schwangerschaft habe ich oft gehört, dass das Stillen vom Großen ja dann spätestens mit der Geburt vorbei sein muss. 
Was meinerseits auf Unverständnis stieß scheint, so fiel mir nach und nach auf, tatsächlich sie gesellschaftliche Meinung zu sein. Die Mehrheit der Menschen denkt tatsächlich, dass es nicht möglich ist zwei unterschiedlich alte Kinder zu stillen.
Aber doch – das ist es! 

Während das wichtige Kolostrum der ersten Tage für eben diese gewisse Zeitspanne, nicht aber in gewisser Menge gebildet wird, stellt sich die Brust generell auf die Bedürfnisse des Babys ein.
So passiert es nicht, dass das ältere Kind wichtiges wegtrinkt oder das Baby mangelversorgt wird.
Dennoch ist natürlich darauf zu achten, dem Baby Vorrang zu gewähren.
Logisch, denn dies ist auf die Muttermilch als Nahrung und Flüssigkeit angewiesen.

Kein Kind muss verzichten

Für uns ist das Tandemstillen ein Mittel gegen Eifersucht und eine Art feste Verbindung.
Der Bär muss mich jetzt “nur” teilen statt komplett auf etwas zu verzichten, was das Baby aber darf. Und es kommt nicht selten vor, dass die beiden Jungs zeitgleich stillen und wir dabei einfach alle kuscheln. Es hat was von Geborgenheit und Sicherheit – uns kann keiner was, so lange wir zusammen sind.
Das Gefühl ist toll!

Aber es ist auch nicht immer einfach.
Wenn ich den Großen grad nicht zeitgleich stillen kann, kommt es schon mal zu Wut und Trauer seinerseits. Verständlich.
Und letztlich wurde es mir auf unkontrollierte Art einfach zu viel. Ständig hing mir ein Kind- oder beide an der Brust und so sehr ich das Stillen liebe, so wichtig sind mir auch mal keine Pausen.
Also habe ich mich mit dem Bären besprochen, habe erklärt das es mir zu viel ist und ich ihn darum nur noch morgens, mittags und Abends sowie nachts stillen möchte.
Für ihn war das sofort okay, allerdings vergisst er es manchmal, wenn ich ihn dann erinnere passt alles wieder.
Dieser Schritt war wichtig, um unsere etwas angespannte Stillbeziehung wieder schön werden zu lassen. Und das hat funktioniert.

Wir haben unseren Weg gefunden und ich bin gespannt wie das noch weiter geht.
Nur eins weis ich sehr sicher- drei verschieden alte Kinder werde ich nicht mehr stillen- das wäre mir dann wohl wirklich zu viel. 

Liebe Grüße
Anja
beziehungsweiseliebe.de

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